Formel für Erfolg entschlüsselt
Ein Forscherteam will die Formel für Erfolg entschlüsselt haben. Foto: iStock.com/JNemchinova.

Die Formel für Erfolg: Von der Wissenschaft entschlüsselt

Gibt es so etwas wie eine sichere Erfolgsformel? Ein Physiker hat hierzu Publikationen von weit über 10.000 Wissenschaftlern ausgewertet und daraus eine einfache Formel für Erfolg erstellt.

Hast du dich auch schon einmal gefragt, warum manche Menschen erfolgreicher sind als andere? Liegt es an einem glücklichen Händchen, an den Genen oder der richtigen Idee zur richtigen Zeit?

Der Netzwerk-Analyst Albert-László Barabási (53) wollte wissen, warum Leistung und Fleiß nicht automatisch zum Erfolg führen. Außerdem wollte er die Aussage Einsteins, dass Menschen, die bis zum 30. Lebensjahr in der Wissenschaft nichts erreicht hätten, es auch später nicht würden, widerlegen.

Um dies herauszufinden, analysierte er mit seinem Forscherteam die Publikationen von über 10.000 Wissenschaftlern sowie die Karrieren von zahlreichen Unternehmern und Künstlern. Die gewonnenen Ergebnisse der Erhebung sind dabei durchaus interessant.

Leistung und Netzwerk in Formel für Erfolg eher zweitrangig

Eine Grundannahme in der Erfolgsforschung ist, dass das Maß der Leistung sich direkt auf den Erfolg oder Misserfolg auswirkt. Barabási widerspricht dem teilweise. Der Grund ist seiner Meinung nach, dass wir heute größtenteils in einem Umfeld leben, wo alle relativ gleich gut sind.

In bestimmten Bereichen, wie z.B. dem Leistungssport, ließen sich zwar geringfügig bessere Personen erkennen, da die Resultate messbar seien. Im Alltag lässt sich jemand, der etwas besser ist, hingegen objektiv kaum erkennen.

Als teilweise ähnlich unbedeutend stellt er das persönliche Netzwerk dar, also die Menschen, die jemand kennt und mit denen er sich umgibt. Viele Menschen würden hier zu viel auf Quantität statt Qualität setzen.

Laut dem Forscher bringen ähnliche Menschen im Netzwerk kaum Vorteile auf dem Weg zum Erfolg. Wichtiger sei viel mehr, sich darüber bewusst zu werden, welches Netzwerk einem beim erfolgreich werden helfen kann, z.B. bestehend aus verschiedenen Managern bei einem Sportler.

Q-Faktor als wichtiger Bestandteil der Erfolgsformel

Beim Auswerten der Daten fiel den Wissenschaftlern auch auf, dass erfolgreiche Menschen sich selten auf ihren Lorbeeren ausruhten. Stattdessen würden sie sich nach dem Abschluss eines Projekts meist direkt einem neuen widmen.

Den wichtigsten Bestandteil der Formel für Erfolg bezeichnet das Forscherteam um Albert-László Barabási als sogenannten Q-Faktor. Mit ihm beschreiben sie die Fähigkeiten, das Wissen, die Ausbildung und das Geschick einer Person.

Erfolg sei dann das Produkt aus einer zufälligen Idee und eben diesem Q-Faktor. Je höher der Q-Faktor umso wahrscheinlicher der Erfolg.

Zwar argumentieren die Wissenschaftler, dass sich der Q-Faktor eines Menschen im Laufe der Karriere kaum verändert, es gibt jedoch dennoch Hoffnung. Laut dem Forscherteam gibt es nämlich Berufsfelder die jeweils besser oder schlechter zu einem bestimmten Q-Faktor passen.

Wer also in seinem Job selten bis nie wenigstens kleine Erfolge erzielt, sollte darüber nachdenken, ihn ggf. zu wechseln, da dort der ersehnte Erfolg warten könnte.

Die Ergebnisse der interessanten Studie sind im englischsprachigen Buch “The Formula – The Universal Laws of Success” erschienen (siehe unten).

Empfehlungen zum Thema

Hat Dir diese Seite gefallen?
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars 4,50 / 5 (6 Votes)