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Wie Glaubenssätze uns beeinflussen

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Kopfsache

Wie Glaubenssätze uns beeinflussen

Wir alle verfügen über ein teilweise beachtliches Repertoire an Glaubenssätzen, welche wir unbewusst im Alltag anwenden ohne sie zu hinterfragen. Ich zeige dir, woher sie kommen und wie du mit ihnen in Zukunft umgehen solltest.

Jeder von uns hat seine eigenen Einstellungen und Meinungen zu seiner Umwelt und zu sich selbst. Diese Glaubenssätze sind fest im Kopf verankert und entsprechen dem, was wir als richtig oder wahr empfinden.

Diese Verallgemeinerungen haben wir uns dabei entweder selbst beigebracht oder sie wurden uns von unserem sozialen Umfeld so lange eingeimpft, bis wir sie irgendwann als wahr übernommen haben.

 

Warum nutzen wir Glaubenssätze?

Glaubenssätze sind eine durchaus sinnvolle Entwicklung der Natur. Sie helfen uns, nicht ständig jede Situation neu beurteilen zu müssen, sondern auf bisherige Erfahrungen aus der Vergangenheit zurück greifen zu können.

Glaubenssätze sind tief in uns verankertSo weißt du bspw. ganz genau, dass du dir die Finger verbrennen wirst, wenn du an die heiße Herdplatte langst. Deine Eltern haben es dir beigebracht und du hast die leidliche Erfahrung wahrscheinlich sogar schon selbst gemacht.

Solche Glaubenssätze wie der gerade genannte ergeben natürlich durchaus Sinn. Glaubenssätze können aber auch negativ behaftet sein und uns in unserer Entwicklung und unserem Leben einschränken.

 

Welche Glaubenssätze schaden uns?

Sicherlich hast auch du solche negativen Verallgemeinerungen verinnerlicht. Ein paar Beispiele, in denen du dich vielleicht wieder findest:

  • “Ich bin ein schlechter Läufer / Ich bin hässlich.”
  • “Ich bin nicht gut in Deutsch / Ich kann nicht gut lesen.”
  • “Die Anderen haben mehr Glück als ich.”
  • “Ich werde das nicht schaffen.”
  • “Geld verdirbt den Charakter.”
  • “Die wahre Liebe gibt es nicht.”

Solche – irgendwann einmal verinnerlichten – Sätze wenden wir im Alltag unbewusst an ohne zu hinterfragen, ob der entsprechende Glaubenssatz überhaupt der Wahrheit entspricht.

In der Schule warst du beispielsweise ein eher schlechter Läufer, weswegen du dir seitdem einredest, du könntest es immer noch nicht, obwohl du dich später auch nie darum bemüht hast.

Oder die immer wieder stumpf von den Eltern kopierten Glaubenssätze, wie dass der Nachbar nur deswegen doppelt und dreifach so viel verdient, weil er einfach mehr Glück im Leben hatte.

 

Wie komme ich diesen Gedanken auf die Spur?

Gewöhne  dir an, von Zeit zu Zeit deine Ansichten und Glaubenssätze zu hinterfragen. Das, was gestern noch richtig wahr, muss heute und morgen nicht zwangsläufig auch noch richtig sein.

Wie man Glaubenssätze wirsam nutzen kannNur, weil du in der Schule kein guter Läufer warst, heißt das noch lange nicht, dass du es nicht einmal sein wirst.

Ebenso solltest du vermeiden, Glaubenssätze von anderen Menschen zu übernehmen. Stell’ dir stets die Frage, ob du dieser Meinung wirklich vertrauen willst und schau, dass du dir selbst eine Meinung dazu bildest. Das gilt übrigens auch für Medien: Glaub’ nicht alles, was in der Zeitung steht oder im TV läuft. Prüfe mehrere Medien und gestaltete dir daraus dein eigenes Meinungsbild.

Hellhörig solltest du werden, wenn du selbst solche Verallgemeinerungen bei dir bemerkst oder auf gut deutsch in Schubladen denkst. Wenn dir solche Sätze auffallen, versuch’ einmal, sie objektiv zu analysieren, ob sie wirklich der Realität entsprechen.

Frag’ dich einfach öfter mal, warum du über etwas denkst wie du denkst.

 

Was kann ich gegen negative Glaubenssätze tun?

Nehmen wir einmal an, du wärst der festen Überzeugung, dass alle Männer (oder Frauen) unehrlich sind und du deswegen nie deinen Traumpartner finden wirst. Mit diesem Glaubenssatz lebst du deinen Alltag, verhältst dich entsprechend und erwartest auch nichts anderes. In deinen Augen ist es ja schließlich wahr.

Mach’ dir Gedanken darüber, ob du das dir selbst gegenüber untermauern kannst. Sind in deinem Freundes-, Familien- und Bekanntenkreis alle zueinander unehrlich? Gibt es dort keine aufrichtigen Beziehungen? Kannst du anhand von empirischen Fakten beweisen, dass dein Glaubenssatz der Wahrheit entspricht?

Erfolgsfaktor GlaubenssätzeNatürlich kannst du das nicht. Du hast ihn dir einfach irgendwann einmal eingeredet, weil du einmal oder auch mehrmals hintergangen wurdest und jetzt ist es nun einmal die einfachste Vorgehensweise für dich, auch in Zukunft alle Männer/Frauen über einen Kamm zu scheren.

Hilft dir das? Nein, denn so wirst du garantiert allein bleiben.

Ein zweites Beispiel: Deine Eltern haben dir schon in der Kindheit eingetrichtert, dass Erfolg und Reichtum nur den wenigsten Menschen vorbehalten sei und das man dazu Glück und die nötigen Kontakte braucht.

Das hast du für bare Münze genommen und deswegen bisher gar nicht erst versucht, selbst Karriere zu machen.

Nun schauen wir uns auch hier an, ob an dem Satz irgend etwas wahres dran ist. Gibt es wirklich niemanden, der ungeachtet solcher Sprüche sein Ding durchgezogen und sich nach oben gearbeitet hat?

Natürlich gibt es sie, du wirst wahrscheinlich sogar selbst in deinem Bekanntenkreis Beispiele finden. Oder lies dir doch mal die Biographien von Persönlichkeiten wie Steve Jobs, Henry Ford, Angela Merkel oder Warren Buffett durch. Sie kamen oft aus ärmlisten Verhältnissen und haben trotzdem ihr Ding gemacht.

 

Wie geht es besser?

Gewöhne dir an, deine bestehenden Glaubenssätze zu hinterfragen und die eindeutig widerlegbaren unter ihnen aus deinem Kopf zu löschen.

Hinterfrage, warum du eine bestimmte Meinung zu etwas hast, ob diese wirklich der Wahrheit entspricht und ob sie noch zeitgemäß ist.  Arbeite mit positiven Glaubenssätzen wie z.B.:

  • “Auch wenn ich hintergangen wurde, jeder Mensch ist anders.”
  • “Ich kann alles erreichen was ich möchte!”
  • “So schlecht sehe ich echt nicht aus.”
  • “Ich erreiche meine Ziele”

Bedenke immer eines: Das, was du dir einredest, wird sich auch bewahrheiten, da du unterbewusst täglich darauf hinarbeitest. (siehe: Selbsterfüllende Prophezeiung)

 

Quintessenz

Glaubenssätze sind Verallgemeinerungen die wir uns irgendwann einmal eingeprägt haben. Sie begleiten uns durch unser Leben und sorgen dafür, dass wir nicht jede Situation neu beurteilen müssen, sondern auf bestehende Erfahrungen zurück greifen können.

Oft sind diese Glaubenssätze unwahr, sie bremsen uns aus oder führen uns auf die falsche Fährte, weswegen du regelmäßig hinterfragen musst, ob die eine oder andere Verallgemeinerung aus der Vergangenheit heute noch aktuell ist oder ob sie überhaupt der Realität entspricht.

Unwahre oder nicht mehr zeitgemäße Glaubenssätze solltest du gedanklich entsorgen und durch positive Glaubenssätze ersetzen, da unser Gehirn unterbewusst darauf hinarbeitet, dass sich unsere Glaubenssätze bewahrheiten.

 

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“Wann immer du feststellst, dass du auf der Seite der Mehrheit bist, wird es Zeit innezuhalten und nachzudenken.”

 Mark Twain
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