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Wann den Kaffee trinken? Die perfekte Zeit entschlüsselt

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Selbstoptimierung

Wann den Kaffee trinken? Die perfekte Zeit entschlüsselt

Dass du deinen Kaffee am besten nicht unmittelbar vor dem Schlafengehen trinken solltest, ist dir bereits bekannt. Aber wusstest du auch, dass das Timing deines Koffein-Konsums auch ganz allgemein einen entscheidenden Einfluss auf deine Produktivität hat?

Etwa 200mg Koffein nehmen wir durchschnittlich durch Kaffee, Tee und EnergyDrinks am Tag zu uns. Ca. 30-45 Minuten dauert es, bis der Stoff in unseren Blutkreislauf gelangt. Seine Halbwertszeit beträgt etwa 4 Stunden, sprich so lange dauert es, bis das Koffein zur Hälfte abgebaut ist. Bei Schwangeren oder Personen, deren Koffeinabbau verlangsamt ist, kann diese Zeit bis zu 20 Stunden betragen.

Die Wirkung des Koffeins ist dabei denkbar einfach: Sind unsere Nervenzellen aktiv, entsteht das Nebenprodukt Adenosin. Es dockt an bestimmte Rezeptoren, die für die Reizweiterleitung verantwortlich sind, an und verlangsamt den Informationsfluss, damit sich unsere Nervenzellen nicht “überanstrengen”. Das Koffein ist dem Aufbau von Adenosin sehr ähnlich. Nehmen wir es zu uns, dockt es an denselben Rezeptoren an – jedoch ohne sie zu aktivieren. Es blockiert sie nur. In der Folge kann das Adenosin dort nicht mehr andocken, um den “Schalter” zum verlangsamen zu aktivieren. Unsere Nerven arbeiten also weiterhin bei voller Geschwindigkeit.

 

Immun gegen Kaffee

Sicher hast auch du schon das Gefühl gehabt, dass der Kaffee manchmal einfach nicht wirken will. Vielleicht hast du dir das dann damit erklärt, dass du mittlerweile einfach immun gegen die Wirkung von Koffein bist.

Kaffee wann trinken?Diese Toleranzentwicklung gegen Koffein gibt es wirklich. Sie resultiert daraus, dass unser Körper auf die ständige Blockade der Adenosin-Rezeptoren reagiert, indem er einfach weitere Rezeptoren ausbildet.

Die bisherige Koffein-Menge reicht dann nicht mehr aus, um alle Rezeptoren zu blockieren, so dass das Adenosin wieder vermehrt andocken kann und der Befehl zum Verlangsamen des Informationsflusses schließlich doch durch geht.

Willst du den Effekt des Koffeins beibehalten, musst du also immer mehr davon zu dir nehmen, um auch die neuen Rezeptoren zu blockieren. Doch keine Sorge: Diesen Teufelskreis kannst du verhindern, indem du dir immer mal wieder ein paar wenige Tage ohne Koffein gönnst. Auf solche Pausen reagiert dein Körper dann in der Form, dass er die Zahl der Adenosin-Rezeptoren wieder reduziert.

 

Das perfekte Kaffee-Timing

Nun aber zurück zum Thema: Wissenschaftler haben sich in einer Studie der Frage gewidmet, warum Kaffee – und damit Koffein – bei uns manchmal mehr und manchmal weniger zu wirken scheint. Die Antwort liegt in unserem Stoffwechsel und der sogenannten Chronopharmakologie. Letztere beschäftigt sich mit wiederkehrenden und zeitlich vorhersagbaren Schwankungen in der Wirkung von chemischen Substanzen bei Menschen und Tieren.

Direkt nach dem Aufwachen schüttet unser Körper das Stresshormon Hydrocortison (auch Cortisol) aus. Es bringt unseren Stoffwechsel in Fahrt und sorgt dafür, dass wir uns den Tag über wach fühlen.

Zwischen 8-9 Uhr am Morgen – also in der Zeit nach dem Aufstehen – ist der Hydrocortison-Wert bei den meisten Menschen am höchsten. Sprich, zu dieser Zeit ist unser Körper von Natur aus am wachesten und kann auch nicht wacher werden.

“Der Effekt des Hydrocortisons lässt sich durch Koffein nicht weiter erhöhen.”, so die Forscher.

Trinkst du zu dieser Zeit also deinen Kaffee, EnergyDrink etc., wie es die meisten von uns tun, sorgst du vielleicht für ein gutes Gefühl, mehr aber auch nicht. Im Gegenteil: Wie oben beschrieben führt das nur dazu, dass weitere Adenosin-Rezeptoren gebildet werden und du gegen die Wirkung von Koffein abstumpfst.

 

Wann Kaffee trinken?

Um diesen Effekt zu vermeiden, solltest du auf die Tasse Kaffee direkt nach dem Aufstehen verzichten. Sie hat absolut keinerlei Effekt auf deinen Körper, außer dass er vielleicht den faden nächtlichen Schlafgeschmack aus dem Mund spült. Wenn du partout nicht drauf verzichten kannst, weil du dich so daran gewöhnt hast, solltest du stattdessen eventuell mal einen koffeinfreien Kaffee ausprobieren.

kaffee-timingDer Hydrocortison-Wert ist bei uns Menschen unmittelbar nach dem Aufstehen um etwa 50% erhöht und sinkt dann relativ schnell wieder ab. Du solltest von daher mit deinem ersten “Koffein-Shot” mindestens eine Stunde warten damit er auch wirken kann. Also bei den meisten von uns bis auf der Arbeit oder in der Schule oder Uni.

Über den Tag  verteilt gibt es noch zwei weitere Zeiten, in denen unser Körper – bedingt durch eine erhöhte Hydrocortison-Ausschüttung – weitestgehend resistent gegen Koffein ist. Zum einen zwischen 12-13 Uhr und dann nochmal zwischen 17.30-18.30 Uhr. Auch hier kannst du also getrost auf den Kaffee zum Wachwerden verzichten.

 

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