Connect with us

Bist du ein Macher oder ein Mitmacher?

macher-mitmacher-leben

Kopfsache

Bist du ein Macher oder ein Mitmacher?

Die Schule durchziehen, eine Ausbildung abschließen und dann arbeiten bis zur Rente. Manch einer scheint nicht mehr Ansprüche ans Leben zu haben. Dabei waren die Zeiten nie besser, es selbst in die Hand zu nehmen.

Es ist manchmal schon ein Graus. Nie hatten wir fantastischere Möglichkeiten unser Leben selbst zu gestalten als heute und doch scheint es so, als wenn würde manch einer sein Leben lieber an sich vorbei ziehen lassen anstatt es für sich zu nutzen.

Das einstige Volk der Dichter und Denker, heute ein Volk von Menschen die einfach irgendwie bis zur Rente über die Runden kommen wollen? Mit einem Job der zwar nicht unbedingt glücklich macht, aber wenigstens irgendwo das Überleben sichert?

Bei solchen Denkweisen würden sich wahrscheinlich nicht nur bei Einstein, Edison und Adenauer die Nackenhaare aufstellen, nein, auch heute würde manch ein positiverer Zeitgenosse über so viel Naivität schmunzeln.

 

Historie und Erziehung

Vor 100 Jahren, als es noch eine sehr große Rolle spielte, aus welcher sozialen Schicht man kam und welches Geschlecht man hatte, blieb einem meist nichts anderes übrig, als es seinen Eltern gleich zu tun.

Als Mann wählte man halt einen dem Vater ähnlich situierten Beruf – der Aufstieg in eine höhere soziale Schicht war ja nahezu unmöglich – und als Frau blieb man zu Hause hinter dem Herd, wo man sich um Ehemann und Familie kümmerte. Je nachdem wie alt du gerade bist, kennst du diese Ansicht und Rollenverteilung wahrscheinlich selbst noch von deinen Eltern und Großeltern.

Die Zeit in und auch nach den beiden Weltkriegen hat die damalige Generation natürlich ebenfalls nachhaltig gezeichnet und sorgte dafür, dass man sich zunächst einmal auf etwas zwar vielleicht nicht Großes aber dafür Sicheres konzentrierte.

Nachfolgende Generationen, wie also z.B. deine Eltern, übernahmen diese Lebenseinstellung dann oftmals, ohne sie je zu hinterfragen.

 

Situation heute

Im Vergleich zur damaligen Zeit hat sich viel geändert. Du musst heute zum Glück weder eine zerbombte Stadt aufbauen noch als Frau lebenslänglich den heimischen Herd bewachen. Und auch wenn manch ein Zeitgenosse sich gerne das Gegenteil einredet, spielt es heute kaum noch eine Rolle, aus welcher sozialen Schicht jemand ursprünglich kommt.

Die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sind für alle gleich geworden und auch derjenige, der vielleicht in seiner Schulzeit noch etwas geträumt hat, kann heute ohne Probleme über den zweiten oder dritten Bildungsweg das Abitur oder ein Studium nachholen, was der Staat mit Bildungsgutscheinen, Bafög und Zuschüssen fürstlich unterstützt.

Der technische Fortschritt, allen voran die Entwicklung des Internets, hat zahlreiche neue Möglichkeiten geschaffen, sei es für den Beruf, eine potentielle Selbständigkeit oder als Quelle zur täglichen Weiterbildung.

Trotz alledem scheint es so, als wenn viele von uns heute nichts mehr mit sich anzufangen wissen.

Während unsere Großeltern im Krieg stellenweise alles verloren hatten und froh waren, später ihren Kindern (also deinen Eltern) den Einstieg in solide Berufe zu ermöglichen, haben viele von uns heute schon mit Anfang oder Mitte 20 aufgegeben.

Jeden Montagmorgen ächzt der größere Teil der arbeitenden Bevölkerung unter seinem Job und wünscht sich das Wochenende herbei. In den Pausen wird weniger später dann darüber schwadroniert, wie viele Jahre man noch hat, bis man nun endlich in Rente gehen kann.

Normalerweise müsste sich in solchen Situationen jeder gesunde Menschenverstand die Frage stellen, warum man dann nicht stattdessen etwas tut, was einem auch Spaß macht. Aber diese Überlegung wird meist schon mit der Ausrede, dass man ja nicht wisse, was überhaupt sein könnte, direkt im Keim erstickt. Schließlich hat man ja nicht das nötige Wissen, die entsprechenden Kontakte oder das Glück, was man dafür braucht. Ähm… ja… genau…

Teile unserer Bevölkerung scheinen fest daran zu glauben, dass erfolgreichere oder zufriedenere Menschen zum einen schon intelligent und kompetent geboren werden und zum anderen einfach alles Glück der Welt gepachtet haben, statt auch nur eine Sekunde mal darüber nach zu denken, dass diese Menschen statt zu jammern und sich mit ihrer Situation abzufinden selbst etwas aus sich gemacht und stests nach neuen Zielen gestrebt haben.

Für Otto Normalverbraucher scheint es heute sehr wohl ein Ansporn zu sein, 10 weitere Facebook-Freunde oder +1 Skill in irgendeinem Computerspiel zu erlangen, nicht aber das Leben selbst als Herausforderung (und gewissermaßen als Spiel) zu sehen, in welchem sich auch Ziele, Erfolge und Skills erlangen lassen.

Statt sich nur ein paar Jahre auf den Hosenboden zu setzen und dafür zu kämpfen, was man wirklich will (sei es die Freiheit zu  tun und zu lassen was man will oder den absoluten Traumjob zu haben), wird sich oft damit abgegeben, einem langweiligen oder mittelmäßigen Job nachzugehen, nur um dann mit 67 oder 70, wenn es dann mal gut damit ist, noch 10-15 Jahre Zeit als gebrechlicher Mann oder gebrechliche Frau für seine wirklichen Wünsche zu haben.

Also wenn es wirklich intelligentes Leben außerhalb der Erde gibt und die uns beobachten, glaubt mir, die zeigen uns den Vogel.

 

Was bist du?

Mach’ dir bitte eines bewusst: Du hast nur ein einziges Leben. Dieses Leben ist zeitlich begrenzt. Ohne wenn und aber. Zieht man deine Kindheit und dein Aufwachsen bis zum Erwachsenenalter ab, bleiben dir von da an vielleicht 60, vielleicht auch 70 Jahre, bis du ins Gras beißt.

Willst du wirklich, ernsthaft 40-50 Jahre davon mit Dingen verbringen, die dir keinen Spaß machen und die du nur tust, damit du die Zeit bis zum Ende überbrückt bekommst?

Werde dir darüber klar, was du wirklich willst und was dir echte Freude macht. Stelle dir die Frage, ob du deinen heutigen Beruf auch machen würdest, wenn du kein Geld dafür bekämst.

Natürlich sollst du nicht gleich deinen Job kündigen, noch als Berufseinsteiger direkt in eine Selbständigkeit starten. Das wäre zu riskant und bringt dich auch nicht weiter.

Stattdessen solltest du das Leben einfach als betrachten, was es letztlich ist: Ein Zauberkiste an unbegrenzten Möglichkeiten. Du kannst studieren und Arzt werden, auf Kuba eine Erdnuss-Plantage aufziehen oder Menschen mit Geschichten aus deiner Feder eine Freude bereiten.

Es ist ganz egal, Hauptsache es macht dich glücklich und lässt dich jeden Morgen mit einem Lächeln auf dem Gesicht aufstehen. Werde zum Macher und höre auf einfach nur mitzumachen.

Wenn du morgen in einen schrecklichen Unfall verwickelt wirst, der dich das Leben kostet, dann war dein ganzes bisheriges, vielleicht unglückliches Hinarbeiten auf die Zukunft für die Katz’. Also sorge dafür, dass du bereits heute jeden Tag mit Dingen verbringst, die deinem Naturell entsprechen und arbeite nicht für andere Leute auf eine Zeit hin, die du vielleicht gar nicht erleben wirst.

Dein Leben liegt in deiner Hand, ganz alleine in deiner. Zum Glück.

 

Wie hat dir dieser Beitrag gefallen?
ganz okaynajatollsupergenial
4,88/5.00 - 8 Stimme(n)

 

Mehr Kopfsache

Beliebt

Tipps per E-Mail

Neue Beiträge kostenlos in dein Postfach:

Empfehlung

Zufälliges Zitat

“Wann immer du feststellst, dass du auf der Seite der Mehrheit bist, wird es Zeit innezuhalten und nachzudenken.”

 Mark Twain
To Top