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Nicht denken, sondern machen!

Nicht denken, sondern machen.

Kopfsache

Nicht denken, sondern machen!

Unser Gehirn ist ein wahres Wunder der Natur. Selbst schwierigste Aufgabenstellungen können wir in kürzester Zeit zu lösen. Doch oft steht uns der Denk-Apparat auch im Weg, wenn wir Dinge zerdenken, statt sie einfach mal auszuprobieren.

Oft wird mir die Frage gestellt, was erfolgreiche Menschen eigentlich anders machen. Es wird gemutmaßt, dass diese Leute wahrscheinlich einfach talentierter seien oder irgendwo mehr Glück im Leben hatten. Die Liste lässt sich beliebig weiter führen, sind wir doch bekanntlich wahre Meister darin, Gründe dafür zu (er)finden, warum wir selbst es nicht ganz genauso gemacht haben.

Der größte Unterschied ist jedoch ein ganz einfacher: Erfolgreiche und glückliche Menschen – egal ob nun in Beruf, Geschäft oder Privatleben – stellen sich selten die Frage, ob etwas machbar ist oder nicht. Sie versuchen es einfach, auch wenn sie damit scheitern könnten.

 

Die Gefahr des “Zerdenkens”

Leider sind wir oftmals ziemliche Gewohnheitstiere. Es liegt uns fern, Dinge zu entscheiden, deren Ausgang wir vorher nicht wenigstens grob umreißen können.

Weniger denken, mehr machenDieses Verhalten wurde uns meist in der Kindheit von unseren Eltern anerzogen. Du weißt ja, wir sind alle für unsere Taten verantwortlich und “jeder ist seines eigenen Glückes Schmied” und so.

Kommen nun noch ein vielleicht etwas geringer ausgeprägtes Selbstwertgefühl und ein paar Sprüche á la “Das schaffst du nicht! / Das ist nichts für dich!” aus dem sozialen Umfeld hinzu, wird es ganz schnell schwierig mit dem positiven Denken.

Aus Träumen, Wünschen und Visionen werden so dann ganz schnell Gedankengänge, die wie folgt ausschauen können:

  • “Ich würde gerne studieren, aber ich weiß nicht so recht, ob ich das schaffe.”
  • “Meine Eltern sagen, ich werde es nicht schaffen und soll lieber etwas anderes machen.”
  • “Ich hab’ Angst, dass das schief geht.”
  • und so weiter…

Zunächst einmal sind solche Gedanken natürlich schon wichtig. Nicht alle Ideen und Vorhaben, die uns so im Kopf herum schwirren, sollten wir auch wirklich umsetzen. So ist es sicherlich eine tolle Idee, mal 1-2 Jahre der Gesellschaft zu entfliehen, Job und Wohnung zu kündigen und alles hinter sich zu lassen, aber das wäre dann schon etwas, was du dir vorher gut überlegen solltest.

Auch mal Risiken eingehenVielmehr geht es aber um Risiken und Entscheidungen im Leben, die eigentlich keinerlei ernsthafte Gefahr darstellen, aber dennoch von uns durchdacht werden, als würde das Fortbestehen der Menschheit davon abhängen.

 

“Wer spielt, kann verlieren. Wer nicht spielt, hat schon verloren.” (Bertolt Brecht)

So überlegen wir uns z.B. oft Tage und Wochen lang, ob wir mit einem Menschen eine Beziehung eingehen, statt einfach mal auf unseren Bauch zu hören und es zu versuchen. Am Ende haben wir uns nicht getraut und fragen uns dann ein Leben lang, ob wir es nicht besser versucht hätten.

Es ist deswegen besser, solche “Low-Risk-Entscheidungen” nach einem vereinfachten Schema zu durchdenken:

 

1.) Worst-Case-Szenario ausmalen

Gewöhne dir an, dir bei jeder Entscheidung die Frage zu stellen, was eigentlich im allerschlimmsten Fall passieren könnte. Hierzu ein paar Beispiele:

  • Du möchtest eine Weiterbildung machen
    Im schlimmsten Fall fällst du durch die Prüfung, dann schaffst du sie eben im 2. oder 3. Anlauf. Wenn nicht, hast du Zeit verloren, die du wahrscheinlich aber auch nicht sinnvoller genutzt hättest. Und das erlangte Wissen kann dir auch niemand mehr nehmen.
  • Du hast Angst vor einer neuen Beziehung
    Im schlimmsten Fall wird die Beziehung scheitern, nachdem du Tage, Wochen, Monate oder gar Jahre mit schönen Momenten in ihr hattest.

Du solltest dir immer eines vor Augen halten: Sofern deine Entscheidung nicht darin liegt, ob du einen Sprung aus dem 5. Stock deines Hauses wagen solltest, wird im ungünstigsten Fall reichlich wenig passieren.

Sicher, ein Scheitern wird dich immer irgendwie treffen, aber die Welt wird davon nicht untergehen.

 

2.) Eigene Erfahrungen einbeziehen

Mal ehrlich, wie viele schlechte Erfahrungen hast du schon im Leben gemacht? Wahrscheinlich mehr als genügend, so wie wir alle. Aber dennoch bist du immer noch da und liest gerade diese Zeilen.

An Erfahrungen denkenUnd genau darum geht es! Mach dir immer wieder bewusst, wie oft du schon falsche Entscheidungen getroffen hast und wie wenig sie dir am Ende wirklich für dein gesamtes Leben geschadet haben.

Ob es nun eine Zeit war, wo es dir finanziell nicht gut ging, ob du gerade einen Job verloren hattest oder eine Beziehung zu Ende ging: Letztlich hast du es doch wieder geschafft und deine Erfahrungen daraus gesammelt.

 

3.) Sich eine einfache Frage stellen

Wenn eine Entscheidung vor dir liegt, stell dir selbst die Frage, mit was du besser leben könntest:

  1. Es nicht machen und dich immer fragen, wie dein Leben aussehen würde, wenn du es versucht und geschafft hättest.
  2. Es zu probieren, gegebenenfalls damit scheitern, aber dafür den Rest deines Lebens wissen, dass du nichts unversucht gelassen hast.

Hier gibt es keine richtige oder falsche Antwort. Der eine so, der andere so. Mich persönlich würde es wahnsinnig machen, mich ständig fragen zu müssen, ob ich dies oder jenes nicht besser mal versucht hätte, aber wie gesagt, da tickt jeder Mensch anders.

 

Der Alltag wird dich immer wieder vor Entscheidungen stellen. Unser Lebenswerk ist ein unendlicher Atlas von Wegen und Möglichkeiten. Welche du davon nimmst und welche nicht, bleibt alleine dir überlassen.

Gewöhne dir aber am Besten an, nicht unnötig lange über Dinge nachzudenken, bei denen im Endeffekt kaum etwas Schlimmes passieren kann. Höre auf dein Bauch, auf deine Intuition und wäge nur solche Entscheidungen ganz genau ab, bei denen ein wirklich existenzielles oder gesundheitliches Risiko besteht.

 

Quintessenz

Wir Menschen neigen dazu, oft die kleinsten und unbedeutendsten Entscheidungen im Leben so lange zu zerdenken, bis wir schließlich genug Gründe gefunden haben, es nicht zu tun.

Dabei entscheiden wir uns oft gegen unser Bauchgefühl und lassen viele wirklich gute Chancen im Leben links liegen. Erfolgreiche Menschen tun das nicht. Sie treffen auch Entscheidungen, bei denen sie Gefahr laufen, dass es schief geht. Einfach in dem Wissen, dass Erfolg nur anhand von Versuchen und Probieren ins Leben kommen kann.

Gewöhne dir also an, dir öfter mal die Frage zu stellen, was eigentlich im schlimmsten Fall passieren kann und erinnere dich, wie du im Leben bisher auch schon mit Fehlschlägen zurechtgekommen bist.

Für viele Entscheidungen im Leben hast du nicht ewig Zeit, manche Chancen kommen gar nur ein einziges Mal. Frage dich also, ob dudamit klar kommst, dich eventuell dein Leben lang zu fragen, ob du es nicht besser mal versucht hättest.

Also, nicht denken, sondern machen!

 

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Buch zum Thema:
“Machen und nicht denken” (Wiseman)

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“Wann immer du feststellst, dass du auf der Seite der Mehrheit bist, wird es Zeit innezuhalten und nachzudenken.”

 Mark Twain
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