Wie du aus der Opferrolle heraus kommen kannst
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Raus aus der Opferrolle: Wirksame Tipps!

Nur allzu gerne geben wir Anderen, wie dem Schicksal oder unserer angeblichen Pechsträhne die Schuld an allem. Höchste Zeit, raus der Opferrolle zu kommen und Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen.

Gehörst du auch zu den Menschen, die sich vom Schicksal oder von anderen Menschen benachteiligt fühlen? Hast du das Gefühl, du hättest mehr Pech als deine Freunde und das dir einfach nichts gelingt? Ich zeige dir, wie es wirklich ausschaut und was du gegen deine negativen Gedanken tun kannst.

Herausforderungen des Alltags

Die Trennung vom Partner, der Verlust eines geliebten Menschen oder ein Unfall mit Folgen. Unser Leben birgt allerlei unschöne Ereignisse, auf die wir am liebsten verzichten würden.

Schlimme Ereignisse als Schicksal oder Lauf der Zeit

Folgen solche Ereignisse dann noch in kurzer Zeit aufeinander, beschleicht uns nicht selten das Gefühl, dass das Schicksal sich einfach gegen uns gewendet hat. Wir fühlen uns ohnmächtig und als Spielball des Lebens, scheinbar ohne jedwede Chance, etwas dagegen zu tun. Sicher kennst auch du dieses Gefühl.

Doch indem wir die Verantwortung für das Geschehene jemand anderem – und sei es nur diesem “Schicksal” – geben, bringen wir uns selbst in die Opferrolle. “Das ist nun mal Schicksal. Ich kann da nichts gegen tun, selbst wenn ich wollte”. Ein Teufelskreis beginnt.

Verantwortung zeigen

Keine Frage, es gibt Dinge im Leben, die können wir bei bestem Willen nicht vermeiden. Oft haben wir wirklich Pech, wenn z.B. ausgerechnet dein Arbeitgeber pleite geht oder du einfach zur falschen Zeit am falschen Ort bist und dadurch in einen Unfall verwickelt wirst.

Bei anderen Dingen hingegen sind wir bei näherer Betrachtung jedoch oft viel mehr schuld, als wir uns eingestehen wollen. So bist du vielleicht deswegen durch die Prüfung gefallen, weil du nicht genug gelernt hast. Womöglich hast du auch deinen Partner verloren, weil du nicht fair mit ihm umgegangen bist. Oder du hast aktuell gesundheitliche Probleme, weil du dich bis zuletzt gehen lassen hast.

Damit wir uns richtig verstehen: Wir wollen dir nicht weiß machen, dass du alles selbst schuld bist oder dir dein Leid nur einbildest. Das ist beides definitiv nicht der Fall. Doch wie gesagt, manche Dinge haben sehr wohl wir selbst zu verantworten. Dies ehrlich für sich beurteilen zu können, erfordert die Fähigkeit zur Selbstkritik. Nur wenn du dich selbst auch mal kritisch und objektiv betrachten kannst, wirst du dir auch eigene Fehler eingestehen können.

Sich nicht zum Opfer erklären

Ein bekannter Trainer für Selbstverteidigung, sagte mal: “Opfer wird man nicht. Opfer ist man oder eben nicht.“. An diesem Satz, der für aktuell Leidtragende sicher etwas zynisch klingt, ist leider mehr dran als man glaubt.

Vom Opfer zum Macher werden

Denn sicher können wir nicht immer beeinflussen, was uns passiert, aber wir können eben sehr wohl frei darüber entscheiden, wie wir darauf reagieren.

Wir leiden nämlich oft nur deswegen, weil wir denken, wir wären der Spielball des Schicksals und könnten dagegen nichts tun. In der Folge sind wir schlecht gelaunt, wütend und ärgern uns oft tagelang.

“Schmerz ist unvermeidlich, Leiden ist freiwillig.”

M. Kathleen Casey

Doch genau das ist unnötig und völlig Fehl am Platz. Es gibt niemand da draußen, der dich zu diesen Gefühlen zwingt. Du entscheidest ganz alleine, wie du aufgrund einer bestimmten Situation reagierst.

Aus der Opferrolle aussteigen

Also, wenn dir etwas Schlechtes widerfährt, ja, auch wenn dir schon wieder etwas Schlechtes widerfährt, überlege dir genau, wie du darauf reagierst. So blöd es sich anhören mag: Ob du dich darüber nun 10 Tage aufregst oder kurz schluckst und lächelnd weitermachst, es ändert rein gar nichts an dem was geschehen ist. Es liegt nämlich bereits in der Vergangenheit.

Uns ist vollkommen klar, dass sich beispielsweise das Ende einer langen und innigen Beziehung nicht so einfach herunter schlucken und vergessen lässt. Dafür sind meist zu viele Gefühle im Spiel und das kann ich auch nicht. Aber, was du sehr wohl lernen kannst und auch solltest, ist der Umgang mit eher trivialen Problem des Alltags, die einfach passieren und lösbar sind.

Dich aufzuregen kostet Zeit und Energie, ohne dass du davon auch nur irgendetwas hast. Dich in die Opferrolle zu begeben, führt dazu, dass du irgendjemand anderem (den es oft gar nicht gibt) die Verantwortung für dein Leben in die Hand gibst, anstatt die Zeit zu nutzen, genau dieses Leben selbst in die richtigen Bahnen zu führen. Sorge also dafür, dass du bewusst raus aus der Opferrolle kommst.

Das Leid minimieren

Wie im Beitrag “Die selbsterfüllende Prophezeiung” bereits geschrieben, bestimmst alleine du, ob du schwach oder stark bist, ob du leidest oder kämpfst, ob du ein Opfer oder Macher bist. Nur du kannst deine Gefühle steuern, niemand sonst.

Wenn du dich hilflos, ohnmächtig und als Opfer fühlst, wird sich nichts ändern. Du wirst so lange leiden, wie du es zulässt, ohne damit etwas zu gewinnen. Leider muss ich dir das in aller Direktheit sagen.

Akzeptiere die Widrigkeiten des Lebens so wie sie kommen. Du wirst leider(!) mit hoher Wahrscheinlichkeit noch öfter mit Dingen konfrontiert werden, die du nicht möchtest. Aber du bestimmst letztlich allein, ob du dich dann zum Opfer oder zum Kämpfer machst. Deswegen: Raus aus der Opferrolle und rein ins Leben! Ich weiß, du wirst die richtige Entscheidung treffen!

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Zusammenfassung

Immer wieder sehen wir uns in unserem Leben mit Schicksalsschlägen und Wendepunkten konfrontiert. Folgen sie in kürzester Zeit aufeinander, glauben wir schnell an eine Pechsträhne oder fühlen uns als Opfer.

Doch genau dieses Gefühl der Ohnmacht, das Gefühl nichts tun zu können und nicht verantwortlich zu sein, führt dazu, dass wir die Kontrolle über die Situation abgeben und mehr leiden, als oft notwendig wäre.

Begegne den Widrigkeiten und Problemen des Lebens von daher auf Augenhöhe. Entscheide für dich selbst, ob sie es wert sind, dafür leiden zu müssen oder nicht. Denn ob du dich aufregst oder nicht, es wird am Geschehenen nichts mehr ändern.


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