Einfluss des sozialen Umfelds auf unser Leben

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on whatsapp
Share on pinterest

Bereits als Kind beeinflusst uns das soziale Umfeld in welchem wir aufwachsen enorm. Doch auch später haben unsere Freunde und Bekannte erheblichen Einfluss auf uns. Wir passen uns an und vergeben dabei oft die Chance auf ein glückliches und erfolgreiches Leben.

Sicherlich hast du selbst schon die Beobachtung gemacht, dass Kinder oft „nach ihren Eltern kommen“ oder zumindest starke Ähnlichkeiten feststellbar sind. „Wie der Vater, so der Sohn.“ lautet ein bekanntes Sprichwort hierzu. Und auch in der Forschung gibt es zahlreiche Studien, die belegen, wie selten Kinder aus Arbeiter-Familien studieren und umgekehrt.

Unser soziales Umfeld prägt uns bereits in unseren ersten Lebensjahren. Da wir in dieser Zeit kaum andere Kontakte haben, übernehmen wir das, was uns unsere Eltern uns vorleben, als „richtig“. Es bilden sich Gewohnheiten, die manchmal jahrelang nicht mehr hinterfragt werden oder gar für immer bestehen bleiben.

So erinnerst du dich beispielsweise noch heute an die mahnenden Worte deiner Mutter, bloß nicht im Dunkeln fern zu schauen, ohne die Sinnhaftigkeit davon je hinterfragt zu haben.

Denn dadurch, dass wir – evolutionsbedingt natürlich völlig korrekterweise – von unserem Umfeld lernen, um uns selbst erst einmal im Leben zurecht finden zu können, kopieren wir oft auch eher sinnfreie oder gar negative Dinge. So wird beispielsweise ein Kind, welches zu seinem Unglück in eine überzeugte Arbeitslosen-Familie geboren wurde, sich später nur sehr schwer dazu animieren können, es im eigenen Leben später einmal gänzlich anders zu machen.

Das eigene Umfeld als Fessel des Bewusstseins

Brenzlig wird es in unserem Leben zum ersten Mal, wenn wir in die Pubertät kommen und selbst darüber entscheiden dürfen, wie unser Leben eigentlich aussehen soll. Hier ist es oft eine naheliegende Variante, es einfach den Eltern gleich zu tun. Doch Vorsicht! Wenn du noch in der Blüte deiner Jugend steckst, solltest du dir dringend die Frage stellen, was du eigentlich möchtest und ob das, was du bisher in deinem Leben von deinen Eltern oder deinem Umfeld kennen gelernt hast, auch das ist, was DU eigentlich willst.

Zum zweiten Mal gefährlich wird es dann im Leben, wenn du dich munter weiter entwickelst, deine Freunde oder dein soziales Umfeld das aber nicht oder in eine gänzliche andere Richtung tut. Dabei geht es nicht einmal um die Frage der Ausbildung, des Berufs oder des Gehalts. Aber du wirst feststellen, dass du – wenn du dich mental sowie charakterlich weiterentwickelst, stärker und reifer wirst – auf einmal mit bestimmten Leuten nicht mehr klar kommst, die früher unter Umständen deine engsten Vertrauten waren.

Es mag schon sein, dass du dich mit Hans-Peter in der Schule super verstanden hast, ihr über alles reden konntet und auf einem Level wart. Das bringt dir heute aber nicht viel, wenn dieser Hans-Peter heute stetig das Ende der Arbeitswoche und allgemein seines Arbeitslebens herbeisehnt, während du aber Karriere machen möchtest, vor Energie nur so strotzt und dich gerne über Themen aus deinem Fachgebiet austauschen möchtest.

Genauso wirst du ganz schnell auf Interessenskonflikte stoßen, wenn deine Clique nur abhängen und chillen will, du aber eigentlich weiter an deinen Träumen oder deinem Studium arbeiten möchtest. Viele unserer sozialen Kontakte sind immun gegen solche Diskrepanzen und werden dadurch oft zu jahrelangen Freundschaften. Leider kannst du das aber nicht erzwingen. Oft musst du akzeptieren, dass ihr euch über die Zeit in verschiedene Richtungen entwickelt habt und die einstigen Gemeinsamkeiten eben nicht mehr bestehen.

Die Veränderung akzeptieren

Solche Situationen sind gerade im Freundeskreis nicht einfach und jedes Mal wirst du dich fragen, ob es nicht vielleicht doch an dir lag. Und, so leid es uns tut: In vielen Fällen tut es das auch, aber die Frage ist vielmehr, ob das unbedingt schlecht ist.

Du musst zu deinen Freunden oder Bekannten, mit denen du dich vielleicht nicht mehr – wahlweise aus deiner oder ihrer Sicht – anständig unterhalten kannst, ja nicht gleich den Kontakt oder die Freundschaft kündigen. Aber du solltest dir klar machen, dass diese Leute dich mit ihrem gegensätzlichen Charakter womöglich demotivieren oder von deinen Zielen abbringen könnten, indem sie deine Träume als unmöglich oder unrealistisch abtun, weil sie es sich selbst nicht zutrauen würden.

Davon abgesehen, dass du auf Freunde, die dir etwas nicht zutrauen, ohnehin pfeifen solltest, akzeptiere einfach, dass sich mit deiner charakterlichen Weiterentwicklung auch stets dein soziales Umfeld weiterentwickeln – oder zumindest anders zusammensetzen – wird. Schare Leute um dich, die mit dir auf einer Wellenlänge sind. Leute, die ähnliche Ziele haben und dich unterstützen, statt sich nur am Wochenende mit dir volllaufen lassen zu wollen.

In der Wissenschaft spricht man diesbezüglich vom sogenannten Brain Trust, also ein Gremium an ausgewählten Experten. Bilde dir deinen eigenen Brain Trust, bestehend aus Menschen, zu denen du aufschaust, die dir gut tun und dich motivieren. Lass‘ die Miesepeter und Antriebslosen unter sich bleiben, das ist eben deren Brain-Trust und dort können sie auch keinen größeren Schaden anrichten.

Auch in den sozialen Netzwerken findest du heute zahlreiche Gruppen von Optimisten, Machern und Leuten, die einfach glücklich sind. Halte den Kontakt zu solchen Menschen, statt dich an irgendwelchen Wut-, Problem- und Jammergruppen zu beteiligen, die dich allenfalls herunter ziehen oder von deinen Träumen ablenken.

Zusammenfassung

Nicht nur als Kind übernehmen wir die Angewohnheiten unseres sozialen Umfelds. Auch in unserem weiteren Leben formen Freunde, Bekannte uns Kollegen unseren Charakter mit. Oft, ohne dass wir es merken. Wenn du gewisse Vorstellungen vom Leben hast, ist es von daher notwendig, dass du dir immer wieder die Frage stellst, wer dir gut tut und wer nicht. Echte Freunde werden dich und deine Ziele unterstützen, jederzeit. Umgib dich also auch nur mit solchen Menschen, die dich motivieren und nimm‘ Ratschläge nur von Leuten an, die in diesem Thema auch eine Vorbildrolle für dich haben. Du läufst sonst Gefahr, irgendwann nur deswegen dein Niveau herunter zu schrauben, um mit deinem Umfeld klar zu kommen.

Auch interessant

Produktiver werden - Tipps und Tricks

Produktiver werden: 11 Tipps

Du hast den Arsch voll Arbeit, kommst aber einfach nicht aus den Pantoffeln? Woran das liegt und wie das produktiver werden leichter

Eine Antwort

  1. Was sind deine Erfahrungen hierzu? Musstest du selbst bereits den Kontakt zu ehemals guten Freunden einschränken oder beenden, weil eure Einstellungen nicht mehr zusammen gepasst haben? Deine Meinung interessiert mich!

Kommentare sind geschlossen.