Selbstbewusst werden leicht gemacht
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Selbstbewusst werden: 10 einfache Tipps

Das eigene Selbstbewusstsein lässt sich einfacher stärken, als man zunächst glauben mag. Der Grund für ein mangelndes Selbstwertgefühl liegt nämlich oft nur in einer völlig falschen Denkweise. Wir zeigen dir, wie du selbstbewusst werden und mit mehr Selbstvertrauen durchs Leben gehen kannst.

Ein mangelndes oder gering ausgeprägtes Selbstbewusstsein kann viele Gründe haben. Vielleicht hast du es nie gelernt, aus dir raus zu gehen, vielleicht hast du aber auch durch deine Eltern oder Freunde einst das Gefühl bekommen, dass du nichts besonderes oder gar wertlos seiest.

Lass dir eines gesagt sein: Du bist mehr wert, als du es dir womöglich eingestehen magst. Du hast es einmal als einziges von 40-600 Millionen (!) Spermien geschafft zur Eizelle zu kommen. DU hast das Rennen gemacht und Millionen von Mitstreitern hinter dir gelassen. Merk dir das, wann immer du dich mal nutzlos fühlst.

Du kannst alles erreichen. Dein vorhandenes (oder nicht vorhandenes) Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen ist nicht in Stein gemeißelt. Du kannst daran arbeiten und – wenn du magst – schon ganz bald jemand sein, der vor Selbstbewusstsein nur so strotzt. Wie das geht?

In 10 einfachen Schritten selbstbewusst werden

1. Keep Smiling!

Wir alle kennen Menschen, die stets mit einem Gesicht herum rennen, als hätten sie gerade die Vernichtung ihrer Spezies mit ansehen müssen. Wenn man diese Leute dann fragt, bekommt man dann oft Begründungen, wie z.B. dass sie ihr eigenes Lächeln als unschön empfinden. Das ist Unfug: Es gibt kein Lächeln, was auch nur annähernd so sch*#*% ausschaut wie ein trauriges oder melancholisches Gesicht. Frag dich selbst, ob du lieber mit einer lächelnden oder traurig schauenden Person das Gespräch suchen würdest.

Selbstbewusst werden durch Lachen und Lächeln

Hinzu kommt, dass sich unser Gesichtsausdruck – und das ist mehrfach bewiesen – unmittelbar auf unsere Einstellung und Stimmung auswirkt. Das kannst du einfach und schnell ausprobieren: Stell’ dich vor einen Spiegel und lach’ doch einmal aus ganzem Herzen.

Du wirst sehen, dass du dich sofort besser fühlst als mit deiner traurigen Miene. Für unser Gehirn ist es unmöglich, den paradoxen Zustand aus Lachen und unwohl fühlen gleichzeitig zu verarbeiten. Also, auch wenn es dir schwer fällt, geh’ mit einem Lächeln durch die Welt. Deine Umwelt wird dich dadurch deutlich positiver wahrnehmen und sich gerne mit dir umgeben.

2. Achte auf deine Ausstrahlung!

Geh noch einmal zurück zum Spiegel,  schau dir alternativ ein paar Bilder von dir an oder frage deine Liebsten nach ihrer ehrlichen Meinung. Was strahlst du nach außen aus? Wirkst du gepflegt, gefestigt und fröhlich oder machst du gar einen runter gekommenen, gebeugten und vom Leben geplagten Eindruck?

Wir alle sind Verkäufer, denn wir müssen uns tagtäglich nach außen verkaufen. Unserem Chef, Lehrer oder Kollegen gegenüber; sowohl im Beruf als auch im Privatleben. Also verhalte dich auch dementsprechend: Kopf hoch, Brust raus, ein gepflegtes Äußeres und eine fröhliche Miene sollten für dich ab jetzt zur Tagesordnung gehören.

Wenn du dich nicht länger als Opfer fühlen möchtest, dann höre auf, dich wie ein Opfer zu verhalten. Schau dir selbstbewusstere Menschen an und kopiere ihre Verhaltensweisen. Du wirst sehen, dass sich das bewusst aufrechte Auftreten ganz schnell auf dein Selbstwertgefühl übertragen wird.

3. Nicht alles persönlich nehmen!

Nimm’ das Leben nicht zu persönlich. Andere Menschen sind nicht gegen dich, sie sind einfach nur zunächst einmal für sich. So wie du es übrigens wahrscheinlich auch bist. Halte im Hinterkopf, dass die meisten Dinge nicht gegen dich selbst als Person gehen, sondern jedem anderen an deiner Stelle und unter diesen Umständen wahrscheinlich genauso widerfahren würden.

Nicht alles persönlich nehmen

Und auch wenn du mal wirklich kritisiert werden solltest: Geh’ nicht gleich auf die Barrikaden und sieh’ alles als Angriff. Die wenigsten Menschen sind kritikfähig, das kennen wir allzu gut. Sieh’ eine Kritik stets als gut gemeinten Rat an, durch den du dich verbessern kannst. In jeder Kritik steckt mindestens ein kleines Stückchen Wahrheit. Also frage dich, ob nicht vielleicht doch etwas dran sein könnte.

Gerade deine Freunde haben keinen Vorteil, dich verletzen zu wollen; sie wollen dich einfach nur auf etwas hinweisen, was dir selbst vielleicht noch gar nicht aufgefallen ist.

4. Sei sportlich!

Du musst weder einen Marathon laufen, noch am IronMan teilnehmen, um etwas für deinen Körper zu tun. Dennoch solltest du regelmäßig – und das heißt mindestens 1-2 Mal die Woche – einer sportlichen Aktivität nachgehen. Ob das nun Laufen, der Besuch im Fitnessstudio oder der Ausflug mit dem Rad ist, sei dabei dir selbst überlassen.

Dein Körper wird es dir vielfach zurückgeben, und zwar in einem weit größeren Umfang, als du es dir nur vorstellen kannst. Du wirst seltener krank werden, besser aussehen, weniger Schlaf benötigen und deutlich selbstbewusster durchs Leben gehen.

Wenn du der Auffassung bist, du seiest unsportlich, bedenke: Jeder hat irgendwann einmal angefangen. Wichtig ist nur, dass du überhaupt anfängst. Wenn du Probleme hast, dich zu motivieren: Such dir einen Trainingspartner, nimm an Kursen teil oder werde Mitglied in einem Sportverein. Du wirst sehen, dass das gemeinsame Training dich hervorragend motivieren wird.

5. “Nein” sagen!

Willst du es auch immer allen Leuten Recht machen? Vergiss’ es, das wird nicht funktionieren! Stattdessen wirst du damit nur in einen Strudel von Erwartungen gezogen, aus dem du irgendwann nicht mehr heraus kommst.

Selbstbewusst sein bedeutet, auch mal "nein" zu sagen

Der Chef ist es gewohnt, dass er dir zusätzlich zu den Bergen an Arbeit, die du eh schon hast, stets weitere Aufträge geben kann und deine werden Freunde wissen, dass du sofort springst, wenn sie dich sehen wollen.

Denk’ in erster Linie an dich, deine Ziele und deinen Tagesplan. Das Selbstbewusstsein stärken bedeutet auch, öfter mal “Nein” zu sagen. Dabei hat das “Nein” nichts mit Unhöflichkeit zu tun, sondern zeigt, dass du organisiert und selbstbewusst genug bist, Entscheidungen zu treffen und Prioritäten für dein Leben zu setzen.

6. Glaube an dich!

Der Philosoph Montaigne hat einmal gesagt “Mein Leben war voll von fürchterlichem Unglück, das meistens gar nicht passiert ist.” Erkennst du dich in dem Satz wieder? Machst du dir auch ständig über die verschiedensten Dinge Sorgen, die vielleicht schief gehen könnten?

Erinnere dich einmal an Probleme aus deiner Vergangenheit zurück. Dinge, die dich vielleicht vor wenigen Jahren fast zur Verzweiflung gebracht haben. Was ist aus Ihnen geworden? War es wirklich so schlimm, wie du es dir damals ausgemalt hast oder hast du es doch überlebt?

Glaube an dich und daran, dass alles gut wird. Es gibt kaum Probleme, viel mehr Herausforderungen und das, was dich heute vielleicht noch fordert, wird in einem Jahr nicht mehr sein, als eine von vielen deiner Erfahrungen auf dem Weg zum Glücklichsein. Erinnere dich daran, welche schweren Herausforderungen du bereits in deinem Leben gemeistert hast und sei dir darüber klar, dass du alles andere auch meistern wirst.

Überlege dir also sehr gut, welche Glaubenssätze du dir einredest. Glaube daran, dass du selbstbewusst werden und schon bald ein Macher sein wirst.

7. Steh zu deinen Taten und Gedanken!

Wenn du etwas zu sagen oder machen möchtest, dann tue es auch! Steh’ zu deiner Meinung, deinen Visionen und Entscheidungen anstatt – wie viele unserer Mitmenschen – aus Angst vorm Scheitern ständig nur in der Theorie zu verbleiben. Du hast nur dieses eine Leben, also mach es, verdammt!

Denk immer daran: “Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.” (Berthold Brecht)

8. Führe Buch über deine Ziele!

Nimm’ dir nicht einfach nur gedanklich irgendwelche Dinge vor. Fixiere sie schriftlich. Das Niederschreiben hat etwas von einem Vertrag mit dir selbst und hat so unterbewusst eine ganz andere Bedeutung als ein reiner Gedanke, den man vielleicht mal irgendwann realisiert, wenn es zeitlich gerade passt.

Selbstbewusst werden durch Organisation

Wenn du möchtest, kannst du deine schriftliche Zielvorgabe auch deinen Freunden zeigen; so kommst du aus der “Nummer” noch weniger raus.

Und noch einen Vorteil hat das schriftliche Fixieren: Du kannst deine Ziele abhaken, Fortschritte beobachten und bekommst deine Erfolge stetig vor Augen geführt.

9. Lerne zu kommunizieren!

Die Fähigkeit, offen und direkt auch mit fremden Menschen sprechen zu können, erfordert ein gewisses Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl. Beteilige dich an Gesprächen, bringe dich in Diskussionen ein und sei aktiv dabei, statt nur defensiv das Geschehen zu verfolgen.

Solltest du schüchtern sein, versuche dich an kleinen Etappen. So kannst du z.B. damit anfangen, an einem Tag drei fremde Leute nach der Uhrzeit zu fragen oder dich mit der Kassiererin im Supermarkt über das Wetter unterhalten. Du wirst sehen, dass die meisten Menschen sich freuen, wenn man mit ihnen spricht. Dieses gute Gefühl wird dich in deiner Kommunikation bestätigen.

10. Geben ist seliger denn nehmen!

Versuche, deinen Liebsten und deinem Umfeld gegenüber ein guter Mensch zu sein. Sei freundlich, mach’ Komplimente und hilf’ anderen, auch wenn du keine Gegenleistung zu erwarten hast.

Du wirst merken, dass dir dieses positive Verhalten selbst gut tut; dich selbst zufriedener und in den Augen deiner Mitmenschen zu einem beliebten Zeitgenossen machen wird. Dieses Gefühl wird dein Selbstbewusstsein weiter aufbauen und stärken.

Wie schaut’s mit dir aus? Was denkst du, wodurch viele Menschen heute unter einem zu geringen Selbstbewusstsein leiden? Welche Tipps kannst du ihnen geben?

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