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Die SMART-Methode einfach erklärt

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Selbstdisziplin

Die SMART-Methode einfach erklärt

Ob mehr Sport, eine gesündere Ernährung oder das neue Buch, mit dem wir endlich anfangen wollten: Mit der SMART-Methode meisterst du nahezu jedes deiner Ziele. Ich zeige dir anhand von Beispielen, wie es funktioniert.

Das Thema Zielerreichung ist immer wieder leidvoll zu beobachten. Viele unserer ursprünglich gesetzten Ziele versanden schneller, als wir sie ins Leben gerufen haben.

Wir alle kennen zum Beispiel bestens die zum Jahresende laut propagierten Neujahrs-Vorsätze unserer Mitmenschen, die dann meist schon wenige Tage oder Wochen später vergessen sind. Nicht umsonst sind 60% aller Fitnessstudio-Mitglieder Passiv-Mitglieder. Sprich Vertrag geschlossen und irgendwann nicht mehr gekommen. Für die Betreiber ein fürstliches Geschäft: Die Mitgliedsbeiträge fließen, ohne dass es zu einer Gegenleistung kommt.

Sicher hat das auch etwas mit Selbstdisziplin zu tun, doch oft liegen die Gründe dafür, dass wir unsere Ziele nicht erreichen, vielmehr darin, dass wir sie nicht genügend geplant haben.

Mit der sogenannten SMART-Methode, welche sich auf nahezu alle Ziele anwenden lässt, lassen sich deine Vorhaben effektiv planen und deutlich einfacher umsetzen. Wie das funktioniert, zeigen die 5 Eckpfeiler zur Zielerreichung, welche du dir durch das Wort “Smart” einfach behalten kannst:

 

1.) Spezifische Ziele

Einer der weit verbreitetsten Fehler, wenn Menschen sich Ziele setzen, besteht darin, dass gar nicht so genau definiert wird, was eigentlich erreicht werden soll.

Beispiele für nicht definierte Ziele:

✘ “Ein hübscherer Körper ist mein Ziel.”
✘ “Ich möchte gesünder leben.”
✘ “Ich möchte mir mehr leisten können.”

Ohne Frage, die gerade genannten Ziele sind allesamt löblich und es sei dir gegönnt, sie zu erreichen. Aber dadurch, dass sie eigentlich nicht so wirklich aussagen, wie du dieses Ziel erreichen willst, wird es schwer für dich, überhaupt damit anzufangen.

smart-methode-1-spezifischSpezifisch definierte Ziele:

✔ “Abnehmen ist mein Ziel.”
✔ “Ich möchte weniger rauchen.”
✔ “Ich möchte mehr Geld verdienen.”

Du siehst, an deinen Zielen selbst hat sich kaum etwas verändert, aber nun hast du eine Richtung, in die es gehen soll.

 

2.) Messbare Ziele

Der zweite Punkt der Smart-Methode ist, dass deine Ziele, wenn du sie erreichen willst, auch messbar sein müssen. Wenn du dir Ziele setzt, die sich überhaupt nicht nachprüfen lassen, wird es schwer werden, dich langfristig zu motivieren.

Beispiele für nicht-messbare Ziele:

✘ “Ich möchte abnehmen.”
✘ “Weniger rauchen wäre toll.”
✘ “Ich möchte mehr Geld verdienen.”

Auch hier gilt: Alles gut und schön, aber was bedeutet nun z.b. “mehr Sport machen”? Die Ziele sind zwar da, aber lassen dir letztlich so viel Gestaltungsspielraum, dass du sie in der Form schon erreicht hättest, wenn du 1kg abnimmst oder einmalig laufen gehst. Deswegen setze genau fest, was dein Ziel ist.

smart-methode-2-messbarMessbare Ziele:

✔ “5kg möchte ich abnehmen.”
✔ “Ich möchte nur noch halb so viel rauchen.”
✔ “Mein Ziel ist es, 50% mehr verdienen als aktuell.”

Schaut schon besser aus, oder? Nun hast du klare Ziele, die sich nicht nur für dich, sondern auch für jeden Außenstehenden nachprüfen lassen.

 

3.) Attraktive Ziele

Als Nächstes achte beim setzen von Zielen darauf, dass du dieses auch selbst wirklich erreichen möchtest, es also für dich attraktiv und auch anerkannt ist. Die folgenden Ziele könnten z.B. für dich völlig unattraktiv sein, wenn sie nicht deiner Natur entsprechen:

Beispiele für unattraktive Ziele:

✘ “Alkohol rühre ich von nun an nicht mehr an.”
✘ “Ich esse nie mehr Süßigkeiten.”
✘ “Sport mach ich ab jetzt täglich.”

Wenn du das schaffst: Respekt! Aber im Normalfall wird das nicht funktionieren und auch nur den wenigsten Leuten Spaß machen. Sorge also dafür, dass das Ziel für dich attraktiv bleibt:

smart-methode-3-attraktivAttraktive Ziele:

✔ “Unter der Woche trinke ich kein Alkohol mehr.”
✔ “Ich esse im Büro keine Süßigkeiten mehr.”
✔ “Ab sofort mache 2-3x die Woche Sport.”

Wie wichtig es ist, attraktive Ziele zu definieren, kennst du von den ganzen Diät-Programmen, die immer wieder neu aufgewärmt werden: 2 Wochen oder 1 Monat dies und das nicht essen (unattraktiv) und was folgt, ist der bekannte Jojo-Effekt wo alles wieder kommt, weil wir kein Spaß bei hatten.

 

4.) Realistische Ziele

Wenn wir uns etwas in den Kopf setzen, ist unser Ehrgeiz oft so groß, dass wir denken, wir könnten Bäume ausreißen. Oftmals übernehmen wir uns aber in dieser Phase oft dermaßen mit unseren Zielen, dass wir kaum eine Chance haben, sie zu erreichen:

Beispiele für unrealistische Ziele:

✘ “Ich rauche aktuell 1 Schachtel Zigaretten am Tag, ab dem 1. 1 höre ich ganz auf.”
✘ “Ich habe seit der Schule kein Sport mehr gemacht, aber von jetzt an gehe ich jeden Tag eine Stunde laufen.”

Sicher gibt es (wenige) Ausnahmefälle, die das wirklich durchziehen könnten, aber bei den meisten Leuten wären diese Ziele so hoch gesteckt, dass ein Scheitern schon vorprogrammiert ist. Bleib’ also realistisch, damit du nicht schon – wie es in den Beispielen schon nach 1 Tag Rückfall der Fall wäre – frühzeitig scheiterst:

smart-methode-4-realistischRealistische Ziele:

✔ “Ich werde ab dem 1. Januar nur noch 2/3 oder eine halbe Schachtel Zigaretten rauchen.”
✔ “Von jetzt an gehe ich zweimal die Woche jeweils so lange laufen, wie ich durchhalte.”

Hört sich doch vernünftiger an, oder? Der Vorteil hier ist, dass du nicht von jetzt auf gleich alles ändern musst, sondern dich langsam an dein Ziel heran tasten und immer weiter steigern kannst.

 

5.) Terminierte Ziele

Ein ebenfalls weit verbreiteter Fehler beim Setzen von Zielen ist, einfach keine genaue Zeitspanne festzulegen, bis wann das Ziel eigentlich erreicht sein soll.

Beispiele für nicht-termierte Ziele:

✘ “Ich werde 5 Kilo abnehmen.”
✘ “Ich werde 10 Bücher lesen.”

Super toll! Also hast du für die 5 Kilo oder die 10 Bücher theoretisch auch 20 Jahre Zeit, du hast ja schließlich nicht gesagt, bis wann du das geschafft haben willst. Solche Ziele ergeben natürlich kaum einen Sinn, weswegen du schon klare Zeiten festlegen solltest:

smart-methode-5-terminiertTerminierte Ziele:

✔ “Ich werde in 8 Wochen 5 Kilo abnehmen.”
✔ “Ich werde in diesem Jahr 10 Bücher lesen.”

Damit hast du nun alles zusammen was du brauchst. Du hast klar somit ganz klar definiert, was genau du bis wann erreichen willst und kannst darauf hin arbeiten.

 

Wenn du dir also in Zukunft Ziele setzt, dann versuche sie doch mal nach dieser Methode festzulegen. Du wirst sehen, dass es dir im Anschluss um einiges leichter fallen wird, deine Ziele zu erreichen.

Siehe auch: » So erreichst du deine Ziele

 

Quintessenz

Oftmals setzen wir uns Ziele, die wir dann – aus für uns unerfindlichen Gründen – doch nicht erreichen. Das Problem liegt hierbei jedoch meist nicht in einer mangelnden Selbstdisziplin, sondern oftmals darin, dass wir planlos los gelaufen sind.

Mit der sogenannten SMART-Methode, welche auch im Projektmanagement zum Einsatz kommt, lassen sich Ziele einfach und schnell genau definieren. Diese Ziele müssen den Anfangsbuchstaben aus SMART entsprechend

  • spezifisch
  • messbar
  • attraktiv
  • realistisch
  • terminierbar

sein, um sie bestmöglichst erreichen zu können. Probier’s doch mal aus!

 

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