Die Smart-Methode zur Zielerreichung
Mit der SMART-Methode lassen sich Ziele passgenau planen. Foto: iStock.com/SIphotography.

Die SMART-Methode einfach erklärt

Mehr Sport, eine bessere Ernährung oder das neue Buch, mit dem wir endlich anfangen wollten. Mit der SMART-Methode meisterst du nahezu jedes deiner Ziele. Wir zeigen dir anhand von Beispielen, wie es funktioniert.

Die Zielerreichung selbst gestaltet sich oft weitaus schwieriger, als die Theorie. Viele unserer ursprünglich gesetzten Ziele versanden schneller, als wir sie ins Leben gerufen haben. So kennen wir alle die zum Jahresende laut propagierten Neujahrs-Vorsätze unserer Mitmenschen, die meist schon wenig später vergessen sind.

Nicht umsonst sind z.B. oft bis zu 60% aller Mitglieder im Fitnessstudio oder Sport-Verein Karteileichen. Vertrag geschlossen und irgendwann nicht mehr gekommen. Für die Betreiber ein fürstliches Geschäft: Die Beiträge der Mitglieder fließen, ohne dass es zu einer Gegenleistung kommt.

SMART-Methode einfach erklärt
Die Funktionsweise der SMART-Methode

Sicher hat das auch etwas mit Disziplin zu tun. Doch oft liegen die Gründe dafür, dass wir unsere Ziele nicht erreichen, auch darin, dass wir sie nicht genügend geplant haben.

Mit der SMART-Methode, welche sich auf nahezu alle Ziele anwenden lässt, lassen sich Vorhaben effektiv planen und deutlich einfacher umsetzen. Wie das funktioniert, zeigen die 5 Säulen für deine Ziele, welche du dir durch das Wort “SMART” einfach merken kannst.

1.) Spezifische Ziele

Der am meisten beobachtete Fehler bei der Zielplanung von Menschen ist eigentlich ziemlich banal. Er entsteht dadurch, dass gar nicht genau definiert wird, was eigentlich erreicht werden soll.

Beispiele für unspezifische Ziele:

  • “Mein Ziel ist es, besser auszusehen.”
  • “Ich möchte gesünder leben.”
  • “Zukünftig möchte ich mir mehr leisten können.”

Ohne Frage, die gerade genannten Ziele sind allesamt löblich und es sei dir gegönnt, sie zu erreichen. Doch dadurch, dass sie eigentlich nicht wirklich aussagen, wie du das Ziel erreichen willst, wird es schwer, überhaupt damit anzufangen.

Richtig – Beispiele für spezifische Ziele nach der Smart-Methode:

  • “Abnehmen ist mein Ziel.”
  • “Ich möchte weniger rauchen.”
  • “Ich möchte mehr Geld verdienen.”

Du siehst, an deinen Zielen selbst hat sich kaum etwas verändert. Dennoch hast du nun eine klar definierte Richtung, in die es gehen soll.

2.) Messbare Ziele

Der zweite Punkt der Smart-Methode ist, dass deine Ziele, wenn du sie erreichen willst, auch messbar sein müssen. Wenn du dir Ziele setzt, die sich überhaupt nicht nachprüfen lassen, wird es schwer werden, dich langfristig zu motivieren.

Beispiele für nicht-messbare Ziele:

  • “Ich möchte abnehmen.”
  • “Weniger rauchen wäre toll.”
  • “Mein Einkommen soll steigen.”

Auch hier gilt: Alles gut und schön, aber was bedeutet nun z.B. “mehr Sport machen”? Die Ziele sind zwar da, aber lassen dir letztlich jeglichen Spielraum. Wenn du Ziele so definierst, hättest du sie im Beispiel schon erreicht, wenn du 1kg abnimmst oder einmal laufen warst. Deswegen setze möglichst genau fest, was dein Ziel ist.

Richtig – Beispiele für messbare Ziele nach der Smart-Methode:

  • “5kg möchte ich abnehmen.”
  • “Ich möchte nur noch halb so viel rauchen.”
  • “Mein Ziel ist es, 50% mehr zu verdienen als aktuell.”

Schaut schon besser aus, oder? Nun hast du klare Ziele, die sich nicht nur durch dich, sondern auch durch Andere nachprüfen lassen.

3.) Attraktive Ziele

Als Nächstes achte beim setzen von Zielen darauf, dass du dieses auch selbst wirklich erreichen möchtest. Oder anders gesagt, dass das Ziel für dich attraktiv ist. Die folgenden Ziele könnten z.B. für dich völlig unattraktiv sein, wenn sie nicht deiner Natur entsprechen:

Beispiele für unattraktive Ziele:

  • “Alkohol rühre ich von nun an nicht mehr an.”
  • “Ich verzichte in Zukunft auf Süßes.”
  • “Sport mach ich ab jetzt täglich.”

Wenn du das schaffst: Respekt! Aber normal wird das nicht funktionieren und auch nur den wenigsten Menschen Spaß machen. Sorge also dafür, dass das Ziel für dich attraktiv bleibt:

Richtig – Beispiele für attraktive Ziele nach der Smart-Methode:

  • “Unter der Woche trinke ich kein Alkohol mehr.”
  • “Ich esse im Büro nichts mehr Süßes.”
  • “Ab sofort mache 2-3x die Woche Sport.”

Wie wichtig es ist, attraktive Ziele zu definieren, kennst du von den ganzen Diät-Programmen, die immer wieder neu aufgewärmt werden. Zwei Wochen oder ein Monat dies und das nicht essen (unattraktiv) und was folgt, ist der bekannte Jojo-Effekt, wo alles wieder kommt, weil wir kein Spaß bei hatten.

4.) Realistische Ziele

Wenn wir uns etwas vornehmen, ist unser Ehrgeiz oft so groß, dass wir denken, wir könnten Bäume ausreißen. Oft übernehmen wir uns aber in dieser Phase mit unseren Zielen, so dass wir kaum Chancen haben, sie zu erreichen:

Beispiele für unrealistische Ziele:

  • “Aktuell rauche ich eine Schachtel Zigaretten am Tag, ab dem 1. Januar höre ich ganz auf.”
  • “Ich habe seit der Schule kein Sport mehr gemacht, aber von jetzt an gehe ich jeden Tag eine Stunde laufen.”

Sicher gibt es (wenige) Menschen, die so etwas wirklich durchziehen könnten. Bei den meisten von uns wären diese Ziele jedoch viel zu hoch gesteckt, so dass ein Scheitern nahezu sicher ist. Bleib’ also realistisch, damit du nicht frühzeitig scheiterst, wie es in den Beispiel schon nach einem Tag der Fall wäre.

Richtig – Beispiele für realistische Ziele nach der Smart-Methode:

  • “Ich werde ab dem 1. Januar nur noch 2/3 oder eine halbe Schachtel Zigaretten rauchen.”
  • “Von jetzt an gehe ich zweimal die Woche jeweils so lange laufen, wie ich durchhalte.”

Hört sich doch vernünftiger an, oder? Der Vorteil hier ist, dass du nicht von jetzt auf gleich alles ändern musst. Stattdessen kannst du dich langsam an dein Ziel heran tasten und immer weiter steigern.

5.) Terminierte Ziele

Ein ebenfalls gern gemachter Fehler beim Setzen von Zielen ist, keine Zeitspanne festzulegen, bis wann das Ziel erreicht sein soll. Auch absichtlich taugt diese Auslassung natürlich durchaus bei ungeliebten Vorhaben.

Beispiele für nicht-termierte Ziele:

  • “5 Kilo möchte ich abnehmen.”
  • “Ich werde 10 Bücher lesen.”

Super. Dann kannst du dir für die 5 Kilo und die 10 Bücher auch 20 Jahre Zeit lassen. Schließlich hast du ja nicht gesagt, bis wann du das geschafft haben willst. Solche Ziele ergeben natürlich wenig Sinn. Deswegen solltest du immer klare Zeiten festlegen, wenn du es mit deinen Zielen ernst meinst:

Richtig – Beispiele für terminierte Ziele nach der Smart-Methode:

  • “In 8 Wochen werde ich 5 Kilo abnehmen.”
  • “Ich werde in diesem Jahr 10 Bücher lesen.”

Damit hast du nun alles zusammen was du brauchst. Du hast klar somit ganz klar definiert, was genau du bis wann erreichen willst und kannst darauf hin arbeiten.

Wenn du dir also in Zukunft Ziele setzt, dann versuche sie doch mal nach dieser Methode festzulegen. Du wirst sehen, dass es dir im Anschluss um einiges leichter fallen wird, deine Ziele zu erreichen (siehe auch: » So erreichst du deine Ziele)

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Zusammenfassung der SMART-Methode

Oftmals setzen wir uns Ziele, die wir dann – aus für uns unbekannten Gründen – doch nicht erreichen. Das Problem liegt hierbei jedoch meist nicht in einer mangelnden Selbstdisziplin, sondern oftmals darin, dass wir planlos los gelaufen sind.

Mit der SMART-Methode, welche auch im Projektmanagement zum Einsatz kommt, lassen sich Ziele einfach und schnell genau definieren. Diese Ziele müssen

  • Spezifisch
  • Messbar
  • Attraktiv
  • Realistisch
  • Terminierbar

sein, um sie erreichen zu können. Probier es doch mal aus!

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