10 einfache Abnehmtipps: So klappt es garantiert!

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LowCarb-Diät, fettarme Ernährung, Rohkost. Die Zahl der Abnehmtipps, welche uns Medien und Bekannte immer wieder präsentieren, sind vielfältig, widersprüchlich und – zugegebenermaßen – manchmal recht verwirrend. Wir klären auf und zeigen, welche Abnehmtipps wirklich funktionieren.

Bevor wir mit den eigentlichen Abnehmtipps beginnen, musst du dir über eines klar werden. Gerade in Deutschland versteht man unter einer „Diät“ etwas, was man für eine gewisse Zeit macht, um sein Ziel zu erreichen. Dieses Denken solltest du schleunigst einmotten.

Sicher, für ein paar Wochen LowCarb-Diät oder nur die Hälfte essen, wird dir Erfolge bringen. Doch was, wenn das Zielgewicht erreicht ist? Viele gehen im Anschluss wieder in die Ernährungsform über, die sie vor der Diät gelebt haben. Die Folge ist der bekannte JoJo-Effekt, bei dem das verlorene Gewicht ganz schnell wieder auf den Rippen ist.

Genau hier liegt der Denkfehler. Im angelsächsischen Raum wird das Wort „Diet“ als Ernährungsweise im Leben an sich verstanden und nicht als zeitlich begrenzte Diätform, um abzunehmen. Diese angelsächsische Definition solltest du in einem ersten Schritt für dich verinnerlichen. Du wirst dein Wunschgewicht nur dann erreichen und auch halten können, wenn du deinen Ernährungsstil im Leben komplett überdenkst und langfristig änderst.

Bevor du jetzt mit dem Lesen aufhörst und aufgibst, lass dir gesagt sein, dass das weniger schwierig ist, als es sich vielleicht anhört. Deine aktuellen Essgewohnheiten hast du dir irgendwann einmal angewöhnt. Sich neue Gewohnheiten anzugewöhnen, ist kein Hexenwerk. Du wirst sehen, dass du bereits nach zwei Wochen ein völlig anderes Gefühl für das Thema haben wirst.

Echte Abnehmtipps für den garantierten Erfolg

1.) Die richtige Einstellung zum Abnehmen

Kennst du diese Diät-Empfehlungen aus irgendwelchen Frauenzeitschriften, die meistens beim Friseur rumliegen? „2-Wochen-Kohlsuppe-Diät„, „Die besten Schlanktees“ und „Superfoods zum Abnehmen“? Du kannst noch so viele LowCarb-, NoCarb- und Kohlsuppen-Diäten machen wie du willst. Wie bereits oben beschrieben, wird sich langfristig rein gar nichts ändern, wenn der Ablauf dem folgenden Schema entspricht:

  1. Zwei Wochen Kohlsuppe essen oder XY nicht essen, die Welt verfluchen
  2. Dadurch zwei Kilo abnehmen, sich darüber freuen
  3. Wieder normal essen
  4. Vier Monate später wieder zwei Kilo zugenommen haben

Erkennst du dich wieder? Keine Sorge, so geht es Millionen Menschen auf der ganzen Welt. Der Grund ist, dass von Anfang klar ist, dass die Ernährung nach der Diät wieder wie vor der Diät ablaufen wird.

Um eine ansehnliche Figur zu bekommen oder zu halten, musst du deine normale Ernährungsweise im Leben selbst hinterfragen. Du musst dir klar machen, dass du täglich (oder zumindest die meiste Zeit) darauf achten musst, was du in dich reinschaufelst. Ständig ungesund zu essen und dann alle paar Wochen/Monate eine Diät zu machen, um die entstandenen Polster wieder loszuwerden, ist Idiotie in Reinkultur.

2.) Gängige Abnehmtipps hinterfragen

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist nach wie vor, dass Fett fett macht. Die Nahrungsmittel-Industrie und die Presse tut ihres dazu und so werden wir mit fett-reduzierten light-Produkten überschwemmt, die für sich selbst betrachtet zunächst keinerlei Mehrwert haben

Die eigene Kalorienbilanz stets im Auge haltenOb du zunimmst oder abnimmst, hängt einzig und allein von deiner persönlichen Kalorien-Bilanz ab. Also dass, was du zuführst minus das, was du verbrauchst.

Vergleichbar mit einer Maschine braucht dein Körper ein gewisses Maß an Energie, um zu funktionieren. Im Ruhezustand weniger, beim Arbeiten etwas mehr und beim Sport viel mehr.

Nimmst du mehr Kalorien (Energie) zu dir, als dein Körper für diesen Betrieb braucht, lagert er diese überschüssige Energie in Form von Fettreserven. Das tut er, weil er a) aktuell keine Verwendung hierfür hat und b) weil er sich evolutionsbedingt auf schlechte Zeiten, in denen es womöglich nicht genug zu essen gibt (heute unwahrscheinlich), vorbereitet.

Nimmst du stattdessen weniger Kalorien zu dir, als dein Körper zum Funktionieren benötigt, muss er an die Reserven, um weiter funktionieren zu können. Die Folge: Die Fettreserven werden in Energie umgewandelt und du nimmst ab.

DAS ist der der wichtigste Abnehmtipp, den du fürs ganze Leben verinnerlichen solltest. Und bevor du jetzt mit irgendwelchen Ausreden kommst: Ob Krankheit, Hormone, Medikamente oder was auch immer: JEDER von uns hat diese bestimmte Summe an Kalorien, die er am Tag braucht, auch Du. Nimmst du nicht mehr als diese Summe zu dir, kannst du auch nicht zunehmen. Das ist einfachste Physik. (siehe auch: Kalorienrechner)

Nicht Fett an sich macht fett, sondern vielmehr die Mischung aus bestimmten Makronährstoffen (Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette). Das liegt daran, dass unser Körper sie unterschiedlich verarbeitet. So kann der Körper Eiweiß nicht einlagern, zu viel davon wird also wieder ausgeschieden.  Überschüssige Kohlenhydrate werden dagegen als Fett gespeichert. Fett hat den höchsten Brennwert und eignet sich deshalb bestens als Reserve.

So ist es z.B. die Mischung aus Fett und einfachen Kohlenhydraten (Zucker, Weizenprodukte), die sich auf deinen Rippen niederschlägt, also z.b. der herrliche Burger aus dem Fastfood-Restaurant (Fleisch = Fett/Eiweiß sowie das Brötchen = Weizen).

Achte also darauf, im Schnitt nicht mehr zu essen, als dein Körper braucht und vermeide es, dich zu viel durch schnelle Kohlenhydrate (Weizenprodukte, Zucker, Nudeln, Brötchen) zu ernähren.

3.) Fastfood gegen eigene Mahlzeiten eintauschen

Sofern dir auf der Arbeit keine Kantine mit frischen Mahlzeiten zur Verfügung steht, versuche dir selbst etwas mitzunehmen. Der Grund ist einfach: Nahezu alles, was du so an schnellen Mahlzeiten für die Mittagspause kaufen kannst, ist alles andere als hilfreich für deine Figur und deine Gesundheit.

Wirksam abnehmen durch vorkochen eigener MahlzeitenOb Currywurst/Pommes, Sandwiches mit Remoulade, Laugenstangen mit Käse, das Stück Pizza, etc… Solche Mahlzeiten reichen schon, um entsprechende Fettpölsterchen anzusetzen. Also lieber etwas Selbstgemachtes mitnehmen. Versuche es stattdessen mit Vollkorn- oder Eiweißbrot, einem Shake, Reis mit Hühnchen oder sonstigen gesünderen Alternativen.

Du wirst dich wundern, wie schnell du dich an solch weitaus gesündere Mahlzeiten gewöhnst und wie sehr du dich schon bald darauf freuen wirst.

4.) Den Tag ausreichend gesättigt starten

Nein, hiermit ist weder die Kippe am Morgen, noch der dazugehörige Kaffee gemeint. Sorge dafür, dass das Frühstück – als wichtigste Mahlzeit des Tages – entsprechend gesund und üppig ausfällt. Verzichte dabei auf die oben genannten NoGo’s wie Leberkäs-Brötchen, Remouladen-Sandwich & Co. und versuche es stattdessen mit Müsli, Vollkornbrot, Obst, Joghurt, Eiern, etc.

5.) Bewusst einkaufen als wirksamer Abnehmtip

Wenn du zur Kategorie Naschkatze zählst und zuhause regelmäßig zu Süßigkeiten, Chips oder Co. greifst, solltest du dir einmal die Frage stellen, warum du diese Dinge überhaupt aus dem Supermarkt mitbringst. Der wirksamste Trick, nicht in Versuchung zu kommen, ist, sie gar nicht zu besitzen.

Uns geht es doch allen so. Eingekaufte Süßwaren oder Chips halten einmal geöffnet keine zwei Stunden. Wer das weiß, sollte sich angewöhnen, sie einfach gar nicht in den Einkaufswagen zu packen. Was nicht da ist, können wir nicht essen. Problem gelöst.

6.) Hungergefühl durch Getränke reduzieren

Hört sich komisch an, ist aber so: Hunger- und Durstgefühl äußern sich in unserem Körper exakt gleich. Versuche also – auch für deine allgemeine Gesundheit – über den Tag verteilt ausreichend zu trinken um so nicht versehentlich das falsche Gefühl zu befriedigen.

Diät durch ausreichend Getränke unterstützenUnd auch vor sowie beim Essen gilt: Trinken nicht vergessen. Zum einen hilfst du damit deinem Körper bei der Verdauung, zum anderen füllst du deinen Magen, so dass weniger Platz für eventuelle weitere Portionen vom Essen ist.

Sofern du zu den – nicht wenigen – Menschen gehörst, die nicht so viel trinken können, versuche es mit alternativen Getränken. Es ist zugegebenermaßen nicht einfach, alle paar Stunden ein großes Glas Wasser zu trinken. Vielleicht fällt es dir aber deutlich leichter, wenn du eine Kanne deines Lieblingstees oder eine Karaffe Leitungswasser mit frischer Zitrone bzw. Pfefferminze neben dich stellst.

7.) Das Sättigungsgefühl nutzen lernen

Das Sättigungsgefühl beim Menschen setzt nach etwa 20-30 Minuten ein. Das bedeutet, dass du auf der einen Seite bis dahin relativ viel in dich reinschaufeln kannst, auf der anderen Seite aber auch, dass du mit langsameren Essen dafür sorgen kannst, dass du bis zum satt werden viel weniger gegessen hast.

Außerdem ist es natürlich viel schöner, jeden Bissen zu genießen als alles in Rekordzeit runter zu schlucken.

8.) Mehr Bewegung = schneller abnehmen

Es muss nicht gleich der Marathon sein. Aber bedenke: Jede Bewegung erfordert Energie und erhöht somit den Kalorienbedarf deines Körpers. Wenn Du nur eine bestimmte Anzahl an Kalorien zu dir nimmst, aber durch Bewegung mehr verbrauchst (Kalorienbilanz), muss dein Körper zwingend an deine Reserven.

Lass‘ also öfter mal das Auto stehen und geh‘ zu Fuß. Nimm‘ die Treppen statt dem Aufzug und geh‘ eine Runde spazieren statt dir die 1576. Wiederholung der Simpsons anzuschauen. Versuche, dich in einem Sportverein oder Fitnessstudio anzumelden. Setze dir dabei keine übertriebenen Ziele, sondern starte ganz bewusst mit solchen, die du auch wirklich erreichen kannst. Steigern kannst du dich jederzeit immer noch (vgl. Ziele erreichen mit der SMART-Methode).

9.) Bewusste Klamottenwahl

Sicher, so ein Schlabber-T-Shirt ist eine feine Sache und schon sehr bequem. Genau wie die Jogging-Hose, die auf dem Sofa und zuhause ihrem Namen entsprechend völlig zweckentfremdet wird. Diese Kleidungsstücke haben aber einen entscheidenden Nachteil: Du bekommst nicht mehr mit, wenn du zunimmst.

Wenn du also nicht immer weiter in deine Klamotten „rein wachsen“ willst, bis du einmal irgendwann wie so manch ein Amerikaner damit im Walmart die Leute erschreckst, achte darauf, dass du eher passend anliegende Kleidung trägst, so dass du automatisch selbst darauf achtest, für einen schlanken Körper darunter zu sorgen.

10.) Schritt für Schritt!

Wie bereits ganz oben beschrieben bringen zeitlich begrenzte Diäten auch nur zeitlich begrenzt etwas. Sie sind zu radikal, schneiden zu sehr in den Alltag ein und spätestens danach geht es wieder wie gewohnt weiter. Versuche lieber, dich stattdessen langsam aber stetig an einen gesünderen Ernährungs-Stil heran zu tasten. Fang z.B. damit an, nur noch einmal am Tag oder nur noch am Wochenende etwas kleines Süßes zu essen. Ersetze 2x die Woche die Nudeln durch Reis oder durch Kartoffeln oder verzichte an 2 Tagen in der Woche ganz auf die Beilagen.

Möglichkeiten gibt es viele und alle sind machbar. Du musst dein Vorhaben nur deiner eigenen Selbstdisziplin anpassen und stets nur so große Schritte machen, dass du sie auch durchhälst (vgl. Gewohnheiten ablegen).

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Zusammenfassung

Auf zeitlich begrenzte Diäten zu setzen, um die Fettpölsterchen der Wochen und Monate davor loszubekommen, ist der falsche Ansatz. Stattdessen musst du an deinen täglichen Ernährungsgewohnheiten etwas ändern um deine entsprechenden Ziele zu erreichen.

Wichtig ist dabei zunächst einmal, herauszufinden, wo dein täglicher Kalorienbedarf liegt und dann auch entsprechend nicht mehr zu essen. Dazu solltest du darauf achten, schnelle Kohlenhydrate entweder öfter zu vermeiden oder sie zumindest nicht gemeinsam mit fettigen Speisen zu kombinieren.

Außerdem hilfreich ist natürlich viel Bewegung, frisches Essen und wenig Fastfood sowie ausreichend Flüssigkeit über den Tag und etwas Selbstdisziplin beim Einkauf. Gehst du dann noch mit kleinen aber stetigen Schritten das Thema an, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.

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