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So klappt es mit deinem Traumjob

Den Traumjob finden und bekommen

Kopfsache

So klappt es mit deinem Traumjob

Du stehst vor dem Eintritt ins Berufsleben, bist auf Jobsuche oder möchtest dich beruflich verbessern? Ich zeige dir Tipps auf, mit denen du deiner Bewerbung die spezielle Würze gibst.

Der Eine erwischt bereits nach der Schule seinen Traumjob, ist von der Ausbildung an bis zur Rente im gleichen Unternehmen und erfreut sich seines Lebens. Der Andere beißt sich an der Jobsuche die Zähne aus, seine Suche nach dem richtigen Job gleicht dem berühmten Gang nach Canossa.

Doch warum ist das eigentlich so? Liegt es wirklich einzig und allein an Zeugnissen und Qualifikationen? Aus Erfahrung kann ich dir garantieren, dass dem nicht so ist. Zum einen habe ich die Schule selbst nicht gerade mit Ruhm abgeschlossen und zum anderen durfte ich selbst schon so manche Personalentscheidung treffen.

Wenn du also vielleicht auch nicht gerade mit dem besten Zeugnis deine Karriere als Schüler beendet hast, mach’ dir mal keine Sorgen. Sicher hat die Schule absolut ihre Daseinsberechtigung und an dem Spruch, dass wir nicht für die Eltern, sondern fürs Leben lernen, ist auch etwas dran. Aber glaubt mir, eure berufliche Zukunft baut nicht nur auf dem weißen Papierfetzen namens Zeugnis auf.

Nun aber genug zum Drumherum, hier meine Tipps für deinen erfolgreichen Weg zum Traumjob:

 

1.) Mach dich nicht kleiner, als du bist!

Vermeide, dich von Dingen wie dem oben genannten schlechten Zeugnis oder negativen Sprüchen (“Das kannst du nicht!” aus deinem Freundes- und Familienkreis beeinflussen zu lassen. Weder musst du am Fließband stehen, weil dein Vater es auch getan hat oder kannst deswegen nicht studieren, weil in deiner Familie es vorher noch nie jemand gemacht hat, noch besitzt dein Zeugnis irgendeine Aussagekraft dafür, wo du dich bewerben darfst oder nicht.

Viele Menschen, die mit einem schlechten Zeugnis die Schule verlassen haben, waren nicht dumm sondern hatten einfach damals keine Lust, andere Sorgen (Scheidung der Eltern, erste große Liebe, Pubertät, etc.) oder fühlten sich gar durch den Lernstoff gelangweilt oder unterfordert. Das hört sich vielleicht erst einmal unglaublich an, aber oft sind es gerade diese “Rebellen”, die dann im Leben im später so richtig Gas geben. Nicht selten verschieben sich nach der Schulzeit die Streber/Looser-Konstellationen nämlich ganz erheblich oder kehren sich gar um.

Was zählt, ist von daher allein das, was du dir selbst zutraust. Was möchtest du machen und erreichen, wo sind deine Träume und Visionen? Mach es Adenauers Worten “Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern” gleich und kümmere dich nicht um das, was gestern war sondern allein darum was vor dir liegt. Dir stehen restlos alle Wege im Leben offen, ganz egal was dir irgendwer erzählen möchte. (Das solltest du auch lesen: » Wahl des sozialen Umfelds)

 

2.) Finde heraus, was du möchtest!

Bevor du dich ans Bewerben machst, solltest du dir erst einmal darüber klar werden, was du überhaupt machen möchtest. Und auch hier gilt: Lass’ dich nicht zu sehr von deinem sozialen Umfeld in irgendwelche Rollen drängen, von denen man glaubt, dass sie zu dir passen können.

Beobachte dich aufmerksam in deinem Alltag und finde heraus, was dir besonders liegt sowie Freude und Spaß bereitet. Bist du jemand, der gerne anpackt, etwas zusammenbaut oder repariert? Arbeitest du gerne mit Menschen zusammen oder bist gerne kreativ? Bist du ein Teamplayer oder lieber Einzelkämpfer?

Du wirst nicht glauben wie viele verschiedene Berufe es in unserer heutigen Welt gibt. Von so manchen wirst du vielleicht noch nicht einmal gehört haben.

Nimm’ dir also Zeit heraus zu finden, was zu dir passt und absolviere das eine oder andere Praktikum um verschiedene Berufsfelder kennen zu lernen.

 

3.) Warte nicht auf die Anderen!

Immer wieder bekomme ich zu hören: “Im Moment sucht niemand” oder “Ich habe schon 100 Bewerbungen verschickt”. Das mag ja sein, aber du solltest dir eines klar machen: Ein Chef oder Personalchef, der dich nicht kennt, wartet auch nicht darauf, dass du dich bei ihm bewirbst.

Du musst deinem “Schicksal” also etwas auf die Sprünge helfen: Bewirb’ dich da wo du gerne arbeiten möchtest, nicht nur dort, wo gerade gesucht wird. Das nennt sich Initiativ-Bewerbung und kommt immer besser an, als wenn du dich auf eine Stellenanzeige zusammen mit 60 anderen Interessenten bewirbst.

Fertige eine Bewerbungsmappe an, putze dich etwas raus (siehe unten) und werde direkt bei deinem Wunsch-Betrieb vorstellig. Dafür musst du keinen Termin machen, denn du möchtest ja (zumindest offiziell) nur persönlich deine Bewerbung abgeben.

Du wirst dich wundern, wie viel besser so etwas ankommt, als etwas telefonisch zu klären oder eine Bewerbung per Post zu schicken. Nicht selten ist der Entscheider nämlich vor Ort und es kommt sofort zu einem Gespräch. Also worauf warten, nutze die Zeit und sei den anderen einen Schritt voraus!

 

4.) Vitamin B als Schlüssel zum Erfolg

Hast du bereits Kontakte oder Freunde in der Branche? Dann nutze sie. Es gibt nicht Besseres, als jemand, der dich für den Job bei einer Firma vorschlagen kann, als jemand, der dort wiederum auch jemand kennt. Es gibt Erhebungen, die zeigen, dass die meisten Stellen nur eben durch solche Empfehlungen besetzt werden.

Solltest du zwar Kontakte in der Branche haben, die aber wiederum keine zu deinem Wunschbetrieb, dann bitte sie, dir wenigstens ein Schreiben anzufertigen, in welchem sie dich und deine Fähigkeiten weiterempfehlen.

 

5.) Falle auch schriftlich aus der Reihe

In Deutschland ist alles reglementiert. Hierzulande schreiben DIN-Normen genau vor, wie das Anschreiben eines Briefes oder einer Bewerbung auszusehen hat, wo Datum und Adresse hingehören und welche Abstände eingehalten werden sollten.

Sicher, man kann über solche Normen streiten, aber sie haben durchaus ihren Sinn und du solltest sie auch einhalten. Aber, wovon ich ganz dringend abrate, ist aus dem Internet oder von irgendwelchen Bewerbungs-Coaches fertige Muster-Texte für die Bewerbung selbst zu nutzen.

Du kannst solche Vorlagen gerne nutzen, um die oben genannten formellen Normen einzuhalten, aber bitte vermeide es, vorgefertigte Texte zu nehmen, wo du nur noch die Stelle und die Angaben zu deiner Person eintragen musst.

Glaub mir, Personalchefs sind auch nur Menschen und nichts ist langweiliger, als bei 50-100 Bewerbungen immer das gleiche Anschreiben zu erhalten. Denn weißt du, wer dort aus der Menge positiv hervor sticht? Es ist die eine Bewerbung, bei welcher der Entscheider mal etwas anderes liest.

Also hebe dich aus der Masse ab und schreibe eine wirklich persönliche Bewerbung, warum gerade DU für diesen Job die beste Wahl bist. Rechtschreibung und Grammatik dabei nicht vergessen!

 

6.) Weniger ist mehr!

Vermeide es, deine Bewerbungsmappe mit allzu vielen Infos, Nachweisen und Zertifikaten zu bestücken. Beschränke dich auf die Dinge, die für die Stelle relevant sind. Dein Staplerschein ist gut und schön, hat aber bei deiner Bewerbung als Steuerfachangestellter eher weniger etwas zu suchen, könnte er doch den Eindruck erwecken, dass du nicht weißt, was du eigentlich willst.

Ähnliches gilt für das Thema Zeugnisse. Wenn du dein Abitur nachgeholt und anschließend ein Studium dran gehangen hast, gibt es keinen Grund, noch dein Zeugnis aus der Hauptschule mit zu schicken. Sollte man Interesse an dir haben und Nachweise für deine im Lebenslauf aufgeführten Punkte benötigen, wird man schon auf dich zukommen.

 

7.) Zeig’, dass du den Job möchtest

Die Bewerbung ist verschickt, jetzt heißt es also warten. Warten auf eine Antwort, ob sie dich zu einem Gespräch einladen oder ob wieder eine Absage ins Haus segelt.

Nein, eben nicht! Zeig’ dem Unternehmen, dass du den Job wirklich haben möchtest und greife nach 1-2 Wochen zum Hörer. Frage, ob deine Bewerbung eingetroffen ist und ob man schon Zeit und Gelegenheit hatte, deine Unterlagen zu sichten.

So rufst du dich vor Ort in Erinnerung und zeigst, dass du echtes Interesse an der Stelle hast und nicht nur eine deiner Serien-Bewerbungen auch dort hin geschickt hast.

 

8.) Überzeuge im persönlichen Gespräch

Ein Vorstellungsgespräch ist nichts anderes als ein Verkaufsgespräch. Auch wenn du kein Verkäufer werden möchtest, hier musst du es sein. Denn du musst letztendlich deinem Gegenüber deine Person schmackhaft machen, dich also selbst verkaufen können.

Mach’ deinem zukünftigen Chef also anhand von Fakten klar, warum du der oder die Richtige für die Stelle bist. Gründe hierfür solltest du dir bereits vorher überlegen und nicht erst im Gespräch selbst.

Wenn du besonders selbstbewusst bist, du bereits einen Job hast und dich nur verbessern möchtest, kannst du auch durchaus einen Schritt weiter gehen und den Spieß umdrehen. Mach deinem Gegenüber klar, dass du bereits zufrieden bist und sie dich überzeugen müssen und nicht umgekehrt. Du kannst dann durchaus fragen, warum du gerade bei dieser Firma und nicht bei einer anderen anfangen solltest.

 

9.) Achte auf das richtige Auftreten!

“Kleider machen Leute”, das weißt du bereits. Schau’ also, dass du zu deinem Vorstellungsgespräch vernünftig und standesgemäß auftauchst. Also frisch geduscht, rasiert und mit sauberen Klamotten.

Standesgemäß heißt übrigens auch, dass du der Branche bzw. der Stelle auf die du dich beworben hast, entsprechend gekleidet auftauchst. Wenn es also um eine Stelle als Bankkaufmann geht, erscheint du mindestens in Hemd in Krawatte (besser in Anzug), wenn du dich einem Fitnessstudio beworben hast, dagegen auch gerne etwas legerer und sportlicher.

Wichtig ist einfach, dass es nicht zu aufgesetzt aussieht. Du sollst zwar respektvoll auftreten und durch deine Kleidung durchaus ausstrahlen, dass dir der Termin heute wichtig ist, aber niemand erwartet, dass du mit Anzug, Krawatte und penibel gestylten Haaren aufkreuzt, wenn du dich für einen Job als Kfz-Mechaniker bewirbst.

Betrachte dich also vorm Aufbrechen im Spiegel und frage dich, ob dein Erscheinungsbild sowohl zur Wichtigkeit des Gesprächs als auch zum angestrebten Job passt.

 

10.) Sei authentisch!

Versuche dich im Gespräch nicht zu verstellen, sondern sei du selbst. Nichts kommt blöder, als wenn du versuchst, mit unnötig gestochenem Hochdeutsch das Gespräch zu führen obwohl man dir ansieht, dass du das im echten Leben auch nicht tun würdest oder auch gar nicht beherrschst.

Sei herzlich, freundlich, selbstbewusst und ehrlich. Sprich klar und deutlich und sorge dafür, dass dein Gegenüber sich in deiner Gegenwart wohl fühlt. Auch hier gilt wie sonst auch im Leben: Die Chemie muss stimmen. Und das erreichst du nur durch dein Auftreten, dein Verhalten, deine Mimik, Gestik und deine Worte.

Hierzu gehört auch, etwas über dich und dein Privatleben preis zu geben. Das musst du zwar rein rechtlich nicht tun, aber es macht gleich viel menschlicher, wenn man von dir weiß, dass du beispielsweise auch Hobbies hast denen du nachgehst.

 

So, das waren sie auch schon. Meine Tipps für deinen Weg zum Traumjob. Ich hoffe, du konntest das eine oder andere mitnehmen und ich würde mich freuen, von deinen Erfahrungen zu hören.

Bis dahin, viel Erfolg!

 

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“Wann immer du feststellst, dass du auf der Seite der Mehrheit bist, wird es Zeit innezuhalten und nachzudenken.”

 Mark Twain
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