Bewerbungsgespräche und Traumjobs
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So klappt es mit dem Traumjob: 10 einfache Tipps!

Du stehst vor dem Eintritt ins Berufsleben, bist auf Jobsuche oder möchtest endlich in deinen Traumjob aufsteigen? Wir zeigen dir Tipps auf, mit denen du deiner Bewerbung die spezielle Würze gibst.

Der Eine erwischt bereits nach der Schule seinen Traumjob, ist von der Ausbildung an bis zur Rente im gleichen Unternehmen und erfreut sich seines Lebens. Der Andere beißt sich an der Jobsuche die Zähne aus, seine Suche nach dem richtigen Job gleicht dem berühmten Gang nach Canossa.

Doch warum ist das eigentlich so? Liegt es wirklich einzig und allein an Zeugnissen, Qualifikationen und dem Lebenslauf? Aus Erfahrung können wir dir garantieren, dass dem nicht so ist. Zum einen, weil unsere Autoren oft teilweise im Personal-Management tätig sind oder weil sie selbst mit schlechten Noten Karriere gemacht haben.

Wenn du also vielleicht auch nicht gerade mit dem besten Zeugnis deine Karriere als Schüler beendet hast, mach’ dir keine Sorgen. Sicher hat die Schule ihre Daseinsberechtigung und an dem Spruch, dass wir nicht für die Eltern, sondern fürs Leben lernen, ist auch etwas dran. Aber glaubt uns, eure berufliche Zukunft baut nicht nur auf dem weißen Papierfetzen namens Zeugnis auf.

Da die Realität (zum Glück) etwas anders aussieht, hier ein paar gut gemeinte Tipps für deinen erfolgreichen Weg zum Traumjob:

1.) Mach dich nicht kleiner, als du bist!

Vermeide, dich von Dingen wie dem oben genannten schlechten Zeugnis oder negativen Sprüchen (z.B. “Das kannst du nicht!”) aus deinem Freundes- und Familienkreis beeinflussen zu lassen. Weder musst du am Fließband stehen, weil dein Vater es auch getan hat oder kannst deswegen nicht studieren, weil in deiner Familie es vorher noch nie jemand gemacht hat, noch besitzt dein Zeugnis irgendeine Aussagekraft dafür, wo du dich bewerben darfst oder nicht.

Viele Menschen, die mit einem schlechten Zeugnis die Schule verlassen haben, waren nicht dumm sondern hatten einfach damals keine Lust, andere Sorgen (Scheidung der Eltern, erste große Liebe, Pubertät, etc.) oder fühlten sich gar durch den Lernstoff gelangweilt oder unterfordert. Womöglich hört es sich unglaubwürdig an, aber oft sind es gerade diese “Rebellen”, die dann im Leben später so richtig Gas geben. Nicht selten verschieben sich nach der Schulzeit die Streber/Looser-Konstellationen nämlich ganz erheblich oder kehren sich gar um.

Was zählt, ist von daher allein das, was du dir selbst heute zutraust. Was möchtest du machen und erreichen, was sind deine Träume und Visionen? Mach es Adenauers Worten “Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern…” gleich und kümmere dich nicht um das, was gestern war, sondern allein darum was vor dir liegt. Dir stehen restlos alle Wege im Leben offen, ganz egal was dir irgendwer erzählen möchte. (Siehe auch: » Wahl des sozialen Umfelds)

2.) Finde heraus, was du möchtest!

Bevor du dich ans Bewerben machst, solltest du dir erst einmal darüber klar werden, was du überhaupt machen möchtest. Und auch hier gilt: Lass’ dich nicht zu sehr von deinem sozialen Umfeld in irgendwelche Rollen drängen, von denen man glaubt, dass sie zu dir passen können.

Beobachte dich aufmerksam in deinem Alltag und finde heraus, was dir besonders liegt sowie Freude und Spaß bereitet. Bist du jemand, der gerne anpackt, etwas zusammenbaut oder repariert? Arbeitest du gerne mit Menschen zusammen oder bist gerne kreativ? Bist du ein Teamplayer oder lieber Einzelkämpfer?

Du wirst nicht glauben wie viele verschiedene Berufe es in unserer heutigen Welt gibt. Von so manchen wirst du vielleicht noch nicht einmal gehört haben. Nimm’ dir also Zeit heraus zu finden, was zu dir passt und absolviere das eine oder andere Praktikum, um verschiedene Berufsfelder kennen zu lernen.

3.) Warte nicht auf die Anderen!

Immer wieder bekommt man zu hören: “Im Moment sucht niemand” oder “Ich habe schon 100 Bewerbungen verschickt”. Das mag ja sein, aber du solltest dir eines klar machen: Ein Chef oder Personalchef, der dich nicht kennt, wartet auch nicht darauf, dass du dich bei ihm bewirbst.

Du musst deinem “Schicksal” schon etwas auf die Sprünge helfen: Bewirb’ dich dort, wo du gerne arbeiten möchtest und nicht nur da, wo gerade gesucht wird. Das nennt sich “Initiativ-Bewerbung” und kommt immer besser an, als wenn du dich auf eine Stellenanzeige zusammen mit 60 anderen Interessenten bewirbst.

Fertige eine Bewerbungsmappe an, putze dich etwas raus (siehe unten) und werde direkt bei deinem Wunsch-Betrieb vorstellig. Dafür musst du keinen Termin machen, denn du möchtest ja (zumindest offiziell) nur persönlich deine Bewerbung abgeben.

Du wirst dich wundern, wie viel besser so etwas ankommt, als etwas telefonisch zu klären oder eine Bewerbung per Post zu schicken. Bei einer schriftlichen Bewerbung (unter vielen bis sehr vielen) muss der Personalchef innerhalb weniger Sekunden entscheiden, wen er zum Gespräch einlädt und wen nicht. Wenn du selbst vorbei gehst, ist entweder der Personalchef oder jemand anderes da, bei dem du einen ersten persönlichen Eindruck hinterlassen kannst. Also worauf warten, nutze die Zeit und sei den anderen einen Schritt voraus!

4.) Vitamin B als Schlüssel zum Traumjob

Hast du bereits Kontakte oder Freunde in der Branche? Dann nutze sie. Es gibt nicht Besseres, als jemand, der dort arbeitet, wo du hin möchtest. Es gibt Erhebungen, die zeigen, dass viele Stellen nur durch solche Empfehlungen besetzt und gar nicht offiziell ausgeschrieben werden.

Solltest du zwar Kontakte in der Branche haben, aber keine zu deinem Wunschbetrieb, dann bitte diese Personen, dir nach Möglichkeit ein Schreiben anzufertigen, in welchem sie dich und deine Fähigkeiten weiterempfehlen.

5.) Auch schriftlich auffallen

In Deutschland ist alles reglementiert. Hierzulande schreiben DIN-Normen genau vor, wie das Anschreiben eines Briefes oder einer Bewerbung auszusehen hat, wo Datum und Adresse hingehören und welche Abstände eingehalten werden sollten.

Sicher, man kann über solche Normen denken, was man will, aber sie haben durchaus ihren Sinn und du solltest sie auch einhalten. Wenn deine Bewerbung Rechtschreibfehler enthält oder unsauber daher kommt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sie sofort aussortiert wird.

Dennoch ist davon abzuraten, fertige Vorlagen oder Muster aus dem Internet zu nutzen.  Du kannst solche gerne nutzen, um die oben genannten formellen Normen einzuhalten, aber bitte vermeide es, vorgefertigte Texte zu nehmen, wo du nur noch die Wunschstelle und die Angaben zu deiner Person eintragen musst.

Glaub uns, Personalchefs sind auch nur Menschen und nichts ist langweiliger, als bei 50-100 Bewerbungen immer das gleiche Anschreiben zu erhalten. Denn weißt du, wer dort aus der Menge positiv hervor sticht? Es ist die eine Bewerbung, bei welcher der Entscheider mal etwas anderes liest.

Also hebe dich von der Masse ab und schreibe eine wirklich persönliche Bewerbung, warum gerade DU für diesen Job die beste Wahl bist. Rechtschreibung und Grammatik dabei nicht vergessen!

6.) Weniger ist mehr!

Vermeide es, deine Bewerbungsmappe mit allzu vielen Infos, Nachweisen und Zertifikaten zu bestücken. Beschränke dich auf die Dinge, die für die Stelle relevant sind. Dein Staplerschein ist gut und schön, hat aber bei deiner Bewerbung als Steuerfachangestellter kaum etwas zu suchen, könnte er doch den Eindruck erwecken, dass du nicht weißt, was du eigentlich willst.

Ähnliches gilt für das Thema Zeugnisse. Wenn du dein Abitur nachgeholt und anschließend ein Studium dran gehangen hast, gibt es keinen Grund, noch dein Zeugnis aus der Hauptschule mit zu schicken. Sollte man Interesse an dir haben und Nachweise für deine im Lebenslauf aufgeführten Punkte benötigen, wird man schon auf dich zukommen.

7.) Zeig’, dass du den Job möchtest

Die Bewerbung ist verschickt, jetzt heißt es also warten. Warten auf eine Antwort, ob sie dich zu einem Gespräch einladen oder ob wieder eine Absage ins Haus segelt.

Nein, eben nicht! Genau hier machen die meisten einen entscheidenden Fehler. Zeig’ dem Unternehmen, dass du den Job wirklich haben möchtest und greife nach 1-2 Wochen zum Hörer. Frag, ob deine Bewerbung eingetroffen ist, ob man schon Zeit und Gelegenheit hatte, deine Unterlagen zu sichten und erwähne, dass du dich über eine Einladung zu einem persönlich Gespräch freuen würdest.

So rufst du dich vor Ort in Erinnerung und zeigst, dass du echtes Interesse an der Stelle hast und nicht nur eine deiner Serien-Bewerbungen auch dort hin geschickt hast.

8.) Überzeuge im persönlichen Gespräch

Ein Vorstellungsgespräch ist nichts anderes als ein Verkaufsgespräch. Auch wenn du kein Verkäufer werden möchtest, hier musst du es sein. Denn du musst letztendlich deinem Gegenüber deine Person schmackhaft machen, dich also selbst verkaufen können.

Mach’ deinem zukünftigen Chef also – natürlich anhand von Fakten – glaubhaft, warum du der oder die Richtige für die Stelle bist. Die Gründe hierfür solltest du dir sinnigerweise bereits vorher überlegen und nicht erst im Gespräch selbst.

Wenn du besonders selbstbewusst bist, du bereits einen Job hast und dich nur verbessern möchtest, kannst du auch durchaus einen Schritt weiter gehen und den Spieß umdrehen. Mach deinem Gegenüber klar, dass du bereits zufrieden bist und sie dich überzeugen müssen und nicht umgekehrt. Du kannst dann z.B. durchaus fragen, warum du gerade bei diesem Unternehmen und nicht beim Mitbewerber anfangen solltest. Erkläre, was du ins Unternehmen einbringen kannst und frage, was du im Gegenzug zu erwarten hast.

9.) Achte auf das richtige Auftreten!

“Kleider machen Leute”, das weißt du bereits. Schau’ also, dass du zu deinem Vorstellungsgespräch vernünftig und standesgemäß auftauchst. Also frisch geduscht, rasiert und mit sauberen Klamotten.

Standesgemäß heißt hierbei, dass du der Branche bzw. der Stelle auf die du dich beworben hast, entsprechend gekleidet auftauchst. Wenn es also um eine Stelle als Bankkaufmann oder -frau geht, sollten Hemd und Sakko bzw. Bluse und Blazer selbstverständlich sein, wenn du dich einem Fitnessstudio beworben hast, dagegen auch gerne etwas legerer und sportlicher.

Wichtig ist einfach, dass es authentisch und nicht aufgesetzt wirkt. Du sollst zwar respektvoll auftreten und durch deine Kleidung durchaus ausstrahlen, dass dir der Termin heute wichtig ist, aber niemand erwartet bspw. Anzug, Krawatte und penibel gestylte Haare, wenn du dich für einen Job als Kfz-Mechatroniker bewirbst.

Betrachte dich also vorm Aufbrechen im Spiegel und frage dich, ob dein Erscheinungsbild sowohl zur Wichtigkeit des Gesprächs als auch zum angestrebten Job passt.

10.) Sei authentisch!

Versuche dich im Gespräch nicht zu verstellen, sondern sei du selbst. Nichts kommt blöder, als wenn du versuchst, mit unnötig gestochenem Hochdeutsch das Gespräch zu führen obwohl man dir ansieht, dass du das im echten Leben auch nicht tun würdest oder auch gar nicht beherrschst.

Sei herzlich, freundlich, selbstbewusst und ehrlich. Sprich klar und deutlich und sorge dafür, dass dein Gegenüber sich in deiner Gegenwart wohl fühlt. Auch hier gilt wie sonst auch im Leben: Die Chemie muss stimmen. Und das erreichst du nur durch dein Auftreten, dein Verhalten, deine Mimik, Gestik und deine Worte.

Hierzu gehört auch, etwas über dich und dein Privatleben preis zu geben. Das musst du zwar rein rechtlich nicht tun, aber es macht gleich viel menschlicher, wenn man von dir weiß, dass du beispielsweise auch Hobbies hast denen du nachgehst.

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