Alte Menschen bereuen eigentlich nur eines
Bei der Frage danach, was sie am meisten im Leben bereuen, sind sich ältere Menschen überraschend einig. Foto: iStock.com/KEMPSKI.

Was bereuen alte Menschen am meisten? Ein Forscher hat nachgefragt

Was bereuen alte Menschen eigentlich am meisten? Und was würden sie gerne rückgängig machen? Ein Forscher stellte diese Frage über 1.500 Mal und kam zu einem sehr überraschenden Ergebnis.

Oft fragen wir uns, ob wir einen Schritt wagen sollen und ob wir unsere Entscheidung später einmal bereuen werden. Allzu gerne würden wir in die Zukunft schauen können, um jederzeit das Richtige tun zu können. Möglich ist das, wie wir alle wissen, leider nicht.

Aber was ist das überhaupt Richtige? Welche Dinge in unserem Leben hätten wir am Ende besser nicht getan? Und welche Entscheidungen hätten wir vielleicht besser anders treffen sollen?

Professor Dr. Karl Pillemer von der Privatuniversität Cornell in den USA wollte es wissen. Er stellte über 1.500 Menschen im Alter von 65 Jahren die Frage, was sie in ihrem Leben am meisten bereuen. Die Umfrage gehörte dabei zum “Legacy Project“, welches der Professor bereits im Jahr 2004 startete. Er wollte hierbei wichtigsten Dinge in Erfahrung bringen wollte, die Menschen über 65 in ihrem Leben gelernt hatten.

Im Alter bereuen wir vor allem eines

Wenn du die Antworten erraten dürftest, fielen dir bestimmt einige ein. Vielleicht eine Affäre, ein ungünstiger Job oder Unachtsamkeit, die zu einem Unfall geführt hat. Möglichkeiten, was man später bereuen kann, gibt es wie Sand am Meer.

Doch die Antworten waren viel überraschender. Die meisten Menschen bereuten im Alter nämlich nur eins. Dass sie sich in ihrem Leben viel zu oft unnötige Sorgen gemacht haben. Sie hatten sich ihrer Meinung nach viel zu sehr mit Banalitäten beschäftigt. Mit Problemen, die sich am Ende als nur halb so schlimm herausgestellt hatten oder die gar nicht eintraten. Ihr einfacher Ratschlag lautet deshalb: Wir sollten weniger Zeit mit Sorgen vergeuden.

Laut Prof. Pillemer deckt sich das auch mit Erkenntnissen der Wissenschaft. Sorgen treten meist in der Abwesenheit von Stressoren auf. Wir neigen dazu, uns Sorgen zu machen, auch wenn es gar keinen konkreten Grund dafür gibt.

Beschäftige dich deswegen zukünftig nur mit konkreten Problemen, statt dir Gedanken über Probleme zu machen, die (noch) gar nicht existieren. Und wenn ein Problem auftritt: Falle nicht in Lethargie und Selbstmitleid, sondern mache dich umgehend an die Lösung.

Die gesamten Erkenntnisse der Studie sind in dem Buch “30 Lessons for Living” (amazon*) von Prof. Dr. Karl Pillemer erschienen.

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