Die eigene Willenskraft stärken- Tipps & Tricks
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Die eigene Willenskraft stärken

Es gibt Menschen, die scheinbar spielend leicht ihre gesetzten Ziele erreichen. Andere verzweifeln an ihrem inneren Schweinehund und geben oft noch auf, bevor sie richtig angefangen haben. Hier erfährst du, wie du deine Willenskraft stärken kannst.

Sicherlich kennst du Menschen, die bereits früh ihre Ziele hatten und diese dann auch rigoros durchgezogen haben. Leider sind wir nicht alle so stark. Oft fehlt es an der nötigen Willenskraft, beispielsweise mit dem rauchen aufzuhören oder bestimmte Ziele zu verfolgen.

Diese Willenskraft ist zur Erreichung der eigenen Ziele leider unabdingbar. Den Luxus eines “inneren Schweinehundes” können wir uns nur selten erlauben. Doch ganz von vorn.

Was ist Willenskraft?

Während “Motivation” eher die Antriebskraft beschreibt, nach bestimmten Zielen oder Dingen zu streben, meint die Willenskraft (die sog. Volition) die wissentliche Umsetzung dieser Ziele durch eigene Taten. Deine Motivation könnte ein tolles Auto oder ein schönes Haus auf dem Land sein. Doch erst deine Willenskraft lässt dich die Dinge machen, die zur Erreichung hiervon nötig sind. Also hier zum Beispiel Geld verdienen.

Die eigene Willenskraft durch Sport stärken

Diese Willenskraft hat natürliche Handlungsbarrieren, welche wir alle nur zu gut kennen. Wir bezeichnen sie oft als “inneren Schweinehund”, der uns dann davon abhält, das zu tun was wir uns vorgenommen haben. Meist handelt es sich dabei um Bequemlichkeit, wenn wir zum Beispiel lieber im Bett liegen bleiben oder den Sport auf morgen verschieben.

Eine solch mangelnde Willenskraft ist dabei weder angeboren noch irgendwo unwiderruflich in unseren Genen festgeschrieben. Vielmehr ist sie das Ergebnis unserer Gewohnheiten, welche sich irgendwann in unserem Gedächtnis eingebrannt haben.

So sind es also meist einfach die Dinge, die von unseren gewohnten Tätigkeiten abweichen, bei denen wir eine entsprechend starke Willenskraft benötigen, um sie anders zu machen als bisher. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier.

Die eigene Willenskraft stärken

Um deine eigene Willenskraft zu trainieren, solltest du folgende Ansätze versuchen:

1.) Sorge für positives Denken

Basis für eine gesunde Willenskraft ist – wie bei allen Themen zu Motivation, Glück und Zufriedenheit – zunächst einmal eine positive Einstellung. Wenn du denkst, dass du dein Ziel sowieso nicht erreichen wirst oder nicht daran glaubst, dann lass’ es besser bleiben. Du wirst mit Pauken und Trompeten scheitern.

“Ob du glaubst, du kannst etwas oder du kannst etwas nicht: Du wirst immer Recht behalten.”

Henry Ford

Spaß beiseite. Gehe immer davon aus, dass du deine Ziele erreichst. Nur so wirst du auch unterbewusst darauf hinarbeiten. (siehe auch: Glaubenssätze)

2.) Beseitige schlechte Gewohnheiten 

Wie schon in einem anderen Artikel beschrieben (siehe: Angewohnheiten), ist es zunächst einmal wichtig, dass du verstehst, dass dein Körper ein paar Tage braucht, um sich an Änderungen zu gewöhnen.

Hast du die relativ kurze Zeitspanne von 3-4 Wochen durchgehalten, ist dein Gehirn so konditioniert, dass es für dich normal geworden ist. Deine Willenskraft wird dir dann eher in die Quere kommen, wenn du es wieder wie früher machen möchtest.

3.) Setze erreichbare Ziele

Viele Menschen scheitern deswegen an ihren Vorhaben, weil ihr Ziel für den aktuellen Zeitpunkt zu weit weg ist. Sie möchten zum Jahreswechsel mit dem Rauchen aufhören oder in Zukunft in der Nacht 2 Stunden weniger schlafen.

Erreichbare Ziele setzen

Es wird selten Fällen funktionieren, beispielsweise von heute auf morgen den täglichen Zigaretten-Konsum von 15 auf 0 zu reduzieren.

Es ist deswegen wichtig, das Ziel in Etappen zu unterteilen. Also z.B.  je Woche eine Zigarette weniger oder 5 Minuten früher aufstehen (siehe auch: Ziele erreichen). So lässt sich Etappe für Etappe erreichen und du hast Erfolgserlebnisse, die dich hochziehen werden. Glaub mir, jeder erfolgreiche Mensch macht das exakt so.

4.) Visualisiere deine Motive

Ziele, genauer eine Motivation, zu haben – wie z.B. das Auto oder das Haus – sind gut und schön, aber zunächst erst einmal nur Gedanken. Sorge dafür, dass du dir das Ziel vor Augen hältst. Richte ein Bild von deinem Traumhaus als Desktop- oder Smartphone

Hintergrund ein, so dass du immer daran erinnert wirst. Wenn du unzufrieden mit deiner Figur bist, pack’ ein Foto von dir, dass du wegen der Figur schrecklich findest, an den Kühlschrank oder deine Sporttasche. Du wirst sehen, dass das wahre Wunder bewirken kann!

5.) Akzeptiere Planänderungen

Ebenfalls wichtig ist, dass du nicht zu perfektionistisch an die Sache heran gehst, dir also z.B. nicht irgendwelche Ausrutscher erlaubst.

Da wir alle (zum Glück) nur Menschen sind und nicht immer perfekt wie eine Maschine funktionieren, werden diese Ausrutscher früher oder später kommen, das ist ganz normal. Die Frage ist dann nur wie du mit ihnen umgehst.

Am besten ist es, wenn du solche Ausrutscher gleich fest einplanst. Gönne dir hierzu zum Beispiel am Wochenende sportfreie Tage oder auch mal ein ungesundes Essen. Das steht deinen Zielen nicht im Weg und du hast so die ganze Woche etwas, worauf du dich freuen kannst.

Sollte dir außerhalb dieser “geplanten Ausrutscher” an einem Tag die nötige Willenskraft fehlen, achte darauf, dass du am nächsten Tag wieder dabei bist. Du gewöhnst dich sonst wieder um und es wird mit jedem Tag schwieriger dich aufzuraffen. Das kennst du z.B. davon, wenn du einen Tag nicht beim Sport warst, am nächsten dann auch eine Ausrede hast, usw. usw.

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Zusammenfassung

Während Motivation beschreibt, wonach wir streben (also unsere Ziele), geht es bei der Willenskraft, der sog. Volition um unser Handeln, genau diese Ziele zu erreichen.

Die Stärke dieser Willenskraft ist nicht angeboren oder genetisch festgeschrieben, sondern ergibt sich in erster Linie aus unseren Gewohnheiten. Dinge, die diesen Gewohnheiten entgegen stehen, erfordern eine höhere Willenskraft, sie entsprechend umzusetzen.

Um unsere Willenskraft stärken zu können, ist es wichtig, dass wir uns erreichbare Ziele setzen. Darüber hinaus müssen wir uns Ausrutscher auf dem Weg dorthin eingestehen und mit einer positiven Einstellung an sie heran gehen. Dabei ist es hilfreich, die eigenen Ziele zu visualisieren und alte Gewohnheiten bewusst zu überschreiben.

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