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Die eigene Willenskraft stärken

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Selbstdisziplin

Die eigene Willenskraft stärken

Es gibt Menschen, die scheinbar spielend leicht ihre gesetzten Ziele erreichen. Andere verzweifeln an ihrem inneren Schweinehund und geben oft noch auf, bevor sie richtig angefangen haben. Wir gehen dem Geheimnis der Willenskraft auf den Grund.

Sicherlich kennst du auch so jemanden, der bereits früh in der Schulzeit seine Ziele hatte und diese dann auch ohne wenn und aber durchgesetzt hat, während du selbst es vielleicht nicht einmal geschafft hast, auch nur eine Woche aufs Rauchen zu verzichten.

Die mentale Willenskraft ist zur Erreichung der eigenen Ziele unabdingbar. Den Luxus eines “inneren Schweinehundes” als persönliches Haustier können wir uns nur selten erlauben.

 

Was ist Willenskraft?

Während “Motivation” eher die Antriebskraft beschreibt, nach bestimmten Zielen oder Dingen zu streben, meint die Willenskraft (die sog. Volition) die wissentliche Umsetzung genau dieser Ziele durch eigene Taten. So könnte deine Motivation zum Beispiel ein tolles Auto oder ein schönes Haus auf dem Land sein, während erst deine Willenskraft dich die Dinge machen lässt, die zur Erreichung nötig sind. Also hier im Beispiel Geld verdienen.

Diese Willenskraft hat natürliche Handlungsbarrieren, welche wir alle nur zu gut kennen. Wir bezeichnen sie oft als “inneren Schweinehund”, der uns dann davon abhält, das zu tun was wir uns eigentlich vorgenommen haben. Zumeist handelt es sich dabei um Bequemlichkeit, z.B. wenn wir doch lieber noch etwas im Bett liegen bleiben oder das mit dem Sport einfach auf morgen verschieben.

Eine solch mangelnde Willenskraft ist dabei weder angeboren noch irgendwo unwiderruflich in unseren Genen festgeschrieben. Vielmehr ist sie das Ergebnis unserer Angewohnheiten, welche sich irgendwann in unserem Gedächtnis eingebrannt haben.

So sind es also meist einfach die Dinge, die von unseren gewohnten Tätigkeiten abweichen, bei denen wir eine entsprechend starke Willenskraft benötigen um sie anders zu machen als bisher. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier.

 

Die eigene Willenskraft stärken

Um deine eigene Willenskraft zu trainieren, solltest du folgende Ansätze versuchen:

1.) Positiv denken

Basis für eine gesunde Willenskraft ist – wie bei allen Themen zu Motivation, Glück und Zufriedenheit – zunächst einmal eine positive Einstellung.

Wenn du der Meinung bist, dass du dein Ziel X oder Y sowieso nicht erreichen wirst oder du nicht dran glaubst, dann lass’ es gleich bleiben, denn du wirst mit Pauken und Trompeten scheitern.

“Ob du glaubst, du kannst etwas oder du kannst etwas nicht: Du wirst immer Recht behalten.” (Henry Ford)

Gehe immer davon aus, dass du deine Ziele erreichst. Nur so wirst du auch unterbewusst darauf hinarbeiten. (siehe auch: Glaubenssätze)

 

2.) Gewohnheiten überschreiben

Wie schon in einem anderen Artikel beschrieben (siehe: Angewohnheiten), ist es zunächst einmal wichtig, dass du verstehst, dass dein Körper ein paar Tage braucht, um sich an Änderungen zu gewöhnen.

Hast du diese relativ kurze Zeitspanne von 3-4 Wochen durchgehalten, ist dein Gehirn so umprogrammiert, dass es für dich zur Normalität geworden ist und deine Willenskraft dir dann eher dann in die Quere kommt, wenn du es wieder wie früher machen möchtest.

 

3.) Erreichbare Ziele setzen

Viele Menschen scheitern deswegen an ihren Vorhaben, weil ihr Ziel für den aktuellen Zeitpunkt zu weit weg ist. Sie möchten zum Jahreswechsel mit dem Rauchen aufhören oder in Zukunft in der Nacht 2 Stunden weniger schlafen.

Dass es in den wenigsten Fällen funktionieren wird, beispielsweise von heute auf morgen statt 15 Zigaretten am Tag auf einmal keine Zigaretten mehr zu rauchen, sollte dir schnell klar sein.

Deswegen ist es wichtig, das Ziel in Etappen zu unterteilen, also z.B.  je Woche eine Zigarette weniger oder 5 Minuten früher aufstehen (siehe auch: Ziele erreichen). So lässt sich Etappe für Etappe erreichen und du hast Erfolgserlebnisse, die dich hochziehen werden. Glaub mir, jeder erfolgreiche Mensch macht das exakt so.

 

4.) Motive visualisieren

Ziele, genauer eine Motivation, zu haben – wie z.B. das Auto oder das Haus – sind gut und schön, aber zunächst erst einmal nur Gedanken.

Sorge dafür, dass du dir das Ziel vor Augen hältst. Richte ein Bild von deinem Traumhaus als Desktop- oder Smartphone-Hintergrund ein, so dass du immer daran erinnert wirst. Wenn du unzufrieden mit deiner Figur bist, pack’ ein Foto von dir, dass du wegen der Figur schrecklich findest, an den Kühlschrank oder deine Sporttasche.

Du wirst sehen, dass das wahre Wunder bewirken kann!

 

5.) Ausgleich schaffen

Ebenfalls wichtig ist, dass du nicht zu perfektionistisch an die Sache heran gehst, dir also z.B. nicht irgendwelche Ausrutscher erlaubst.

Da wir alle (zum Glück) nur Menschen sind und nicht immer perfekt wie eine Maschine funktionieren, werden diese Ausrutscher früher oder später kommen, das ist ganz normal. Die Frage ist dann nur wie du mit ihnen umgehst.

Am besten ist es, wenn du solche Ausrutscher gleich fest einplanst, z.B. indem du dir am Wochenende sportfreie Tage oder auch mal ein ungesundes Essen gönnst. Das steht deinen Zielen nicht im Weg und du hast so die ganze Woche den beruhigenden Gedanken, dass du am Wochenende ja schon wieder darfst.

Sollte dir außerhalb dieser “geplanten Ausrutscher” mal ein Tag die nötige Willenskraft fehlen, achte tunlichst darauf, dass du am nächsten Tage wieder voll dabei bist. Denn wie im Thema über Gewohnheiten geschrieben, gewöhnst du dich sonst wieder um und es wird mit jedem Tag schwieriger dich aufzuraffen. (Das kennst du z.B. davon, wenn du einen Tag nicht zum Sport magst und am nächsten dann auch eine Ausrede hast, usw. usw.)

 

Quintessenz

Während Motivation beschreibt, wonach wir streben (also unsere Ziele), geht es bei der Willenskraft, der sog. Volition um unser Handeln, um genau diese diese Ziele zu erreichen.

Die Stärke dieser Willenskraft ist nicht angeboren oder genetisch festgeschrieben, sondern ergibt sich in erster Linie aus unseren Gewohnheiten. Dinge, die diesen Gewohnheiten entgegen stehen, erfordern eine höhere Willenskraft sie entsprechend umzusetzen.

Um unsere Willenskraft zu trainieren, ist es wichtig, dass wir uns erreichbare Ziele setzen, uns selbst Ausrutscher auf dem Weg dorthin eingestehen und mit einer positiven Einstellung an sie heran gehen. Darüberhinaus ist es hilfreich, die eigenen Ziele zu visualisieren und alte Gewohnheiten bewusst zu überschreiben.

 

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